Formel 1: Aston-Martin-Motorlieferant Honda ersetzt F1-Motorenchef

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    Spanien,

    Das blamable Comeback von Honda als Motorenlieferant in der Formel 1 hat Konsequenzen: Motorenchef Tetsushi Kakuda muss seinen Posten räumen.

    Formel 1 Aston Martin
    Aston Martin fährt mit Honda in der Formel 1 derzeit nur hinterher. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Honda ist zur Saison 2026 wieder als Motoren-Hersteller in die Formel 1 zurückgekehrt.
    • Das Comeback entpuppte sich jedoch als Blamage – zu Saisonbeginn war der Motor praktisch unbrauchbar.
    • Mittlerweile sind die grössten Probleme gelöst. Trotzdem muss der Motoren-Chef nun den Hut nehmen.

    Die Rückkehr von Honda als Motoren-Hersteller in der Formel 1 ist zur Blamage verkommen: Aston Martin ist mit den japanischen Triebwerken im Heck völlig chancenlos. Nur zwei Glanzauftritte von Fernando Alonso in Monaco und Zandvoort verhindern eine Nuller-Saison bis anhin.

    Findet Aston Martin mit Honda in die Erfolgsspur?

    Zum Saisonstart war mit dem unterlegenen Honda-Motor an eine komplette Renndistanz nicht zu denken. Starke Vibrationen machten mehr als ein paar Runden zur physischen Tortur. Alonso und Teamkollege Lance Stroll mussten sogar permanente Nervenschäden befürchten.

    Formel 1 Aston Martin
    Mit dem Aston Martin AMR26 ist in der Formel 1 kein Blumentopf zu gewinnen. - 217408650_highres.jpg

    Mittlerweile hat Honda die Standfestigkeit und die Vibrationen weitgehend unter Kontrolle bekommen. Davon, aus eigener Kraft in die Punkte zu fahren, ist Aston Martin zwar immer noch weit entfernt. Das ist aber längst nicht mehr nur dem Motor, sondern auch dem Chassis selbst zuzuschreiben.

    Honda zieht Konsequenzen aus Motor-Blamage

    Folgen hat die desaströse Honda-Rückkehr in die Formel 1 dennoch – und zwar in Japan: Wie der Hersteller am Montag nach dem Madrid-GP mitteilt, wird die Motoren-Abteilung neu aufgestellt. Der bisherige Motorenchef Tetsushi Kakuda muss seinen Posten per Ende September räumen.

    Honda Formel 1 Kakuda
    Tetsushi Kakuda ist seit den 1990er-Jahren bei Honda im Motorsport-Bereich tätig. - Honda Racing

    Ersetzt wird er durch seinen bisherigen Assistenten Yoichiro Fukao. Honda präsentiert diesen Führungswechsel zwar als «geplanten Übergang», betont aber auch: «Honda vollzieht den Wechsel, um die Entwicklung der Antriebseinheiten weiter zu beschleunigen.»

    2027 in der Formel 1 wieder konkurrenzfähig?

    Beim japanischen Hersteller richtet sich der Blick mit diesem Führungswechsel auch auf die kommende Saison. Das Motoren-Reglement soll nach dem enttäuschenden Start in den neuen Regel-Zyklus weiter angepasst werden. Davon will Honda profitieren.

    Aston Martin Formel 1
    Findet Aston Martin mit Honda-Motoren aus der Krise? - keystone

    «Wir streben an, durch den frühzeitigen Übergang zur neuen Struktur einen robusten Entwicklungsrahmen zu schaffen», schreibt der Hersteller. Zugleich will die FIA das Reglement weiter anpassen, um kriselnden Herstellern – wie Honda – mehr Entwicklungs-Spielraum zu verschaffen.

    Kommentare

    User #5401 (nicht angemeldet)

    Ob ein einziger Kopf reicht um das Desaster dieses Triebwerks aufzulösen bleibt fraglich. Aber ich traue Honda durchaus zu, dass es jetzt steil bergauf geht.

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