Kein Aufgebot von Klopp: Wechselt DFB-Skandal-Wunderkind die Nation?
Dem DFB könnte bald das nächste grosse Talent abhanden kommen: Monaco-Überflieger Paris Brunner soll mit einem Nationenwechsel liebäugeln.

Das Wichtigste in Kürze
- Dem DFB könnte mit Paris Brunner (20) ein U17-Weltmeister und grosses Offensiv-Talent abhanden kommen.
- Neo-Bundestrainer Jürgen Klopp fand in seinem XXL-Kader keinen Platz für den Monaco-Stürmer.
- Ist es eine Frage der Disziplin, dass Brunner nicht im DFB-Aufgebot steht?
Nationenwechsel sind im europäischen Fussball ein leidliches Thema – auch für die Schweizer Nati: Erst vor wenigen Tagen verlor die Schweiz mit Alessandro Romano das nächste grosse Talent, diesmal an Italien. Davor gingen etwa Leon Avdullahu und Albian Hajdari an den Kosovo verloren.
Aber auch in Deutschland ist das Problem bekannt: Can Uzun und Kenan Yildiz kehrten dem DFB zugunsten der Türkei den Rücken. Ibrahim Maza zieht Algerien einem Aufgebot in der deutschen Nationalmannschaft vor. Und Paul Wanner entschied sich gegen Deutschland und für Österreich.

Nun könnte Neo-Nationaltrainer Jürgen Klopp das nächste grosse Talent abhanden kommen: Einem Bericht des «kicker» zufolge wird nämlich Offensiv-Senkrechtstarter Paris Brunner intensiv von der DR Kongo umworben. Die Mutter des 20-Jährigen stammt aus dem afrikanischen Land.
Kein Platz im XXL-Kader von Jürgen Klopp
Brunner soll sich intensiv mit einem möglichen Nationenwechsel beschäftigen: Der Monaco-Torjäger – sechs Treffer in sieben Pflichtspielen – sei nicht abgeneigt, für den Kongo aufzulaufen. Nicht zuletzt wohl auch, weil Klopp trotz XXL-Kader keinen Platz für den 20-Jährigen fand.

Stattdessen steht Brunner während der Nati-Pause erstmals im Kader der deutschen U21. Der gebürtige Dortmunder hat die Nachwuchs-Nationalteams des DFB durchlaufen, glänzte insbesondere in der U17. Dort erzielte er in 25 Einsätzen satte 20 Treffer und holte mit Deutschland den WM-Titel.
Fehlt für DFB-Aufgebot die nötige Disziplin?
Allerdings gab es beim Torjäger in der Vergangenheit immer wieder Vorfälle abseits des Platzes. 2023 suspendierte ihn der BVB wegen eines «schwerwiegenden» disziplinarischen Verstosses. Zudem musste der damals 18-Jährige Sozialstunden leisten.

Auch bei der AS Monaco ist Brunner zuletzt negativ aufgefallen: Nach seinem Treffer beim 1:1 gegen Strassburg zeigte er eine «Kopf-ab»-Geste in Richtung der Strassburg-Fans. Die Disziplinarkommission der französischen Liga hat deshalb ein Verfahren eröffnet, ihm drohen bis zu vier Spiele Sperre.
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Klopp kommentierte die Geste bei seiner Kader-Bekanntgabe süffisant. «Ich habe nicht mit ihm gesprochen, aber ich kenne Paris. Und Hannes Wolf, der bei uns im Trainerteam ist, ist ein grosser Befürworter. Er hat das ganz toll gemacht bis hierhin – das Fussballerische.»
















