Neue Formel 1 für Max Verstappen «einfach nur ein Witz»
Der China-GP der Formel 1 liefert Spannung und Rad-an-Rad-Duelle um den Sieg. Max Verstappen tobt trotzdem – Toto Wolff hält dagegen.

Das Wichtigste in Kürze
- Ex-Weltmeister Max Verstappen hat seine scharfe Kritik an der Formel 1 erneuert.
- Das neue Reglement sei für ihn «einfach ein Witz», so der Red-Bull-Star.
- Mercedes-Teamchef Toto Wolff hält dagegen: Verstappen stecke selbst in einer «Horrorshow».
Dass Max Verstappen mit dem China-Grand-Prix der Formel 1 nicht glücklich war, liegt auf der Hand. Der Holländer hatte in Shanghai eine bärenstarke Aufholjagd abgeliefert, lag auf Kurs zu einem möglichen Top-5-Resultat. Dann musste er seinen Red Bull RB22 mit einem Technik-Defekt zehn Runden vor Schluss abstellen.
Nach zwei Rennwochenenden hält der vierfache Weltmeister als WM-Achter bei mageren acht Punkten. In China ging der Red-Bull-Superstar in Sprint und Grand Prix leer aus. Kein Wunder, dass Verstappen an der «neuen» Formel 1 aktuell keinen Spass hat. Und das betonte der Holländer am Sonntag auch erneut.

«Es macht absolut keinen Spass», schimpfte der Red-Bull-Pilot – vergleichsweise gelassen – nach seinem Ausfall. «Das ist wie Mario Kart, es hat nichts mit Rennfahren zu tun. Es ist wirklich furchtbar. Wenn jemand das mag, versteht er nichts vom Rennsport», so das harte Urteil des vierfachen Weltmeisters.
Verstappen: «Es ist einfach nur ein Witz»
Verstappens Haupt-Kritikpunkt ist – wie schon vor dem Saisonstart – die künstliche Natur der vielen Überholmanöver. «Du schiesst mit dem Overtake-Boost an jemandem vorbei. Dann geht dir auf der nächsten Geraden der Akku aus, und dann schiesst der andere wieder an dir vorbei. Für mich ist das einfach nur ein Witz», so Verstappen.

Und Verstappen glaubt auch nicht, dass es ein Duell zwischen Ferrari und Mercedes geben wird – nicht langfristig. «Es gewinnen nur Kimi (Antonelli) oder George (Russell), es ist kein echtes Hin und Her. Sie liegen meilenweit voran, Ferrari hat einfach diese guten Starts. Dann dauert es ein paar Runden, bis sich alles sortiert – mit Racing hat es nichts zu tun.»
Wolff verteidigt die «neue» Formel 1
Gegenwind erhält der Holländer ausgerechnet von Mercedes-Teamchef Toto Wolff. «Max steckt gerade in einer Horror-Show», meint der Österreicher in China. «Man muss sich nur die Onboard-Aufnahmen aus seinem Qualifying ansehen. Das sieht unfahrbar aus – aber das ist bei vielen anderen Teams nicht so.»

«Aus einer Entertainment-Perspektive haben wir heute zwischen Ferrari und Mercedes tolles Racing gesehen. Es gab viele Überholmanöver», verteidigt Wolff die «neue» Formel 1. «Wir alle waren Teil davon, als es buchstäblich kein Überholen gab. Manchmal sehnen wir uns zu sehr nach der guten alten Zeit, aber das Produkt an sich ist gut.»
















