Ferrari erntet Spott für E-Auto: «Bei Temu bestellt»

Elena Hatebur
Elena Hatebur

Italien,

Mit dem «Luce» hat Ferrari kürzlich sein erstes rein elektrisches Fahrzeug vorgestellt. Ferrari-Fans zeigen sich wenig überzeugt, das Design erntet Spott.

Ferrari Luce
So hat sich Ferrari die Vorstellung des «Luce» wohl nicht vorgestellt. Das Design erntet im Netz reichlich Kritik und Spott. - ferrari.com

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Sport- und Rennautohersteller Ferrari hat kürzlich sein erstes E-Auto vorgestellt.
  • Die Optik und das Design des «Luce» sorgen allerdings für reichlich Kritik.
  • «Ferrari bei Temu bestellt», schreibt ein Nutzer in den sozialen Medien.

Ferrari hat mit dem neuen «Luce» sein erstes rein elektrisches Fahrzeug vorgestellt. Es handelt sich um einen viertürigen Fünfsitzer mit 1050 PS.

Kostenpunkt: Über 500'000 Franken!

Doch es ist ausnahmsweise nicht der Preis, der für Aufsehen sorgt. Das Design des neuen Flitzers erntet im Netz mehrheitlich negative Kommentare und Spott. Dabei hatte Ferrari das futuristische Auto vergangene Woche sogar im Vatikan präsentiert.

Mit dem Probesitzen von Papst Leo XIV. hätte die Bühne für Ferraris Elektro-Zukunft kaum grösser sein können.

Ex-Ferrari-Chef: «Zerstörung einer Legende»

Ordentlich Seitenhiebe verteilte auch der Ex-Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo. Er schien von der Optik nur wenig überzeugt.

Im Gespräch mit der italienischen Presseagentur «askanews» spricht der langjährige Ferrari-Chef gar vor der «Zerstörung einer Legende».

«Ich hoffe, sie entfernen zumindest das Pferd von diesem Auto», stichelt di Montezemolo.

Und: «Immerhin ist es ein Auto, das die Chinesen nicht kopieren werden.» Autsch!

Auch unter dem offiziellen Vorstellungsvideo von Ferrari witzeln zahlreiche Ferrari-Fans. «Schickt es bitte zurück in die Fabrik», schreibt ein Nutzer.

Ein anderer Nutzer nimmt Bezug auf den 1988 verstorbenen Ferrari-Gründer: «Enzo Ferrari würde sich im Grab umdrehen, wenn er das sehen würde.»

«Ferrari bei Temu bestellt»

Und auch auf den offiziellen Social-Media-Kanälen hält sich die Begeisterung in Grenzen. «Das muss ein soziales Experiment sein», schreibt jemand. «Ferrari bei Temu bestellt», ein anderer.

Für ordentlich Kritik sorgt auch die Tatsache, dass der ehemalige Apple-Designchef Jonathan Ive für das Design des «Luce» verantwortlich war. Vor allem im Innenraum des Autos sind seine Apple-Akzente deutlich zu sehen.

Was hältst du vom neuen Design?

Insgesamt bietet das neue Design reichlich Potenzial für automobile Glaubenskriege. Und überhaupt – ist das überhaupt noch ein richtiger Ferrari?

Der Sport- und Rennautohersteller lächelt die Kritik jedenfalls weg. Ferrari-Chef John Elkann spricht von einem «Auto der Zukunft», es sei «unverwechselbar Ferrari».

Kommentare

User #4439 (nicht angemeldet)

Ein Elektrowagen macht für mich erst Sinn, wenn er Tausende Kilometer ohne Nachladen fährt. Mit allen Raffinessen, die Batterie geladen zu halten. Ich weiss dass das gehen würde. Aber gewisse Geizhälse wollen die Leute abhängig machen.

MRDOOM

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