Ferrari Luce: Das Netz bebt

Maia Schmied
Maia Schmied

Bern,

Elektrischer Verrat oder geniale Zukunft? Mit dem 1'050 PS starken Luce wirft Ferrari den geliebten V12-Sound über Bord. Ist das noch ein echter Ferrari?

Ferrari Luce
Designer-Vision: Chefdesigner Flavio Manzoni beschreibt den Luce als «eine Skulptur, die vom Wind geformt wurde». - Ferrari

Die legendären Werkshallen in Maranello produzieren seit Jahrzehnten Träume auf vier Rädern. Nun wandelt sich der Ansatz grundlegend: Der erste rein elektrische Sportwagen der Marke steht bereit.

Ferrari Luce
Aerodynamik pur: Die fliessende Silhouette des Ferrari Luce bricht mit traditionellen Winkeln und setzt auf radikale Effizienz. - Ferrari

Der Ferrari Luce markiert einen radikalen Kurswechsel für das Unternehmen. Die Ingenieure mussten dabei eine zentrale Herausforderung lösen:

Ein Ferrari ohne den mechanischen Klang eines Verbrennungsmotors benötigt zwingend eine neue, emotionale Identität.

Ein Design mit digitaler Handschrift

Das äussere Erscheinungsbild des Luce bricht bewusst mit den gewohnten Linienführungen. Für diesen Prozess holte sich Ferrari externe Expertise ins Haus.

Ferrari Luce
Material-Mix: Die Kombination aus Sichtcarbon und klassischem Rosso Corsa wird von der Presse als gelungener Spagat zwischen Tradition und Moderne gelobt. - Ferrari

In enger Zusammenarbeit mit dem Designer Jony Ive entstand eine Formsprache, die radikal auf Reduktion setzt. Die Silhouette wirkt trotz der aerodynamischen Komplexität erstaunlich puristisch.

Glatte Flächen dominieren das Gesamtbild ohne unnötige optische Spielereien. Im Innenraum setzt sich dieser minimalistische Ansatz konsequent fort.

Technologische Harmonie im Cockpit

Hochwertige Materialien und präzise Frästeile bestimmen die haptische Anmutung im Interieur. Ein dreh- und neigbarer Monitor bildet das technologische Herzstück des Cockpits.

Die Gestaltung verzichtet dabei bewusst auf übermässige digitale Ablenkung. Fahrer und Maschine sollen eine Einheit bilden, um das Ferrari-Erlebnis ins Elektro-Zeitalter zu übersetzen.

Ferrari Luce
Breitenbetonung: Die ausgestellten Radhäuser lassen das Heck extrem breit und satt auf der Strasse wirken. - Ferrari

Unter dem Kleid steckt ein Antriebskonzept, das neue Massstäbe setzt. Vier Elektromotoren liefern zusammen eine beeindruckende Systemleistung von 1'050 PS.

Performance als Identifikation

Die Beschleunigung von null auf 100 km/h erfolgt in gerade einmal 2.5 Sekunden. Damit katapultiert sich der Luce direkt in die Liga der stärksten Supersportwagen der Welt.

Bei der Höchstgeschwindigkeit verspricht der Hersteller über 310 km/h. Die Ingenieure legten zudem ein spezielles Augenmerk auf das Gesamtgewicht des Fahrzeugs.

Da elektrische Komponenten naturgemäss schwer sind, nutzt Ferrari innovative Verbundstoffe. Die Energieeinheit wird in Maranello von Hand gefertigt und montiert.

Strategische Evolution statt Abschied

Dies stellt sicher, dass der Charakter des Fahrzeugs authentisch bleibt. Die Agilität soll trotz der grossen Batterien die hohen Erwartungen an einen echten Maranello-Sportwagen erfüllen.

Ferrari vollzieht mit dem Luce keinen Abschied von der eigenen Tradition. Das Modell versteht sich als eigenständige Baureihe und nicht als Ersatz für Bestehendes.

Ferrari Luce
Minimalistisches Layout: Der Fokus liegt auf dem Fahrer, wobei physische Knöpfe zugunsten intuitiver Touch-Oberflächen reduziert wurden. - Ferrari

Die Unternehmensstrategie zielt darauf ab, die Modellpalette breiter aufzustellen. Bis Ende des Jahres plant die Marke, weitere wichtige Produktimpulse zu setzen.

Exklusivität im elektrischen Gewand

Elektrifizierung wird dabei als notwendige Evolution verstanden, nicht als Stopp der Performance. Kunden verlangen heute sowohl Exklusivität als auch technologische Relevanz.

Der Luce füllt hier eine strategische Marktlücke für anspruchsvolle Sportwagenfahrer. Der Preis von rund 550'000 Euro unterstreicht den exklusiven Status des Modells.

Ferrari zielt darauf ab, Begehrlichkeit durch Innovation statt durch reine Historie zu generieren. Die Marke möchte in einer elektrischen Zukunft weiterhin den Takt angeben.

Die öffentliche Debatte um den Stromer

In den sozialen Medien wird die Vorstellung des Luce aktuell intensiv diskutiert. Fans zeigen sich beeindruckt von den extremen Leistungswerten auf dem Datenblatt.

Dennoch bleibt die Skepsis gegenüber dem elektrischen Antrieb in vielen Kreisen bestehen. Puristen vermissen den ikonischen V12-Sound als essenzielles Markenerlebnis.

2026 Ferrari Luce EV - World Premiere and Reveal

Kritiker beobachten zudem genau, ob das Apple-geprägte Design den wahren Geist eines Ferraris widerspiegelt. Trotz dieser Bedenken ist das Interesse an einer Probefahrt enorm gross.

Ausblick auf den Erfolg

Experten sehen im Luce einen notwendigen Schritt für das langfristige Überleben des Unternehmens. Der Erfolg des Modells entscheidet sich letztlich auf der Strasse.

Was denkt Ihr über das Design?

Die ersten Auslieferungen gegen Ende des Jahres werden zeigen, ob das Konzept überzeugt. Aktuell ist der Luce das wohl meistdiskutierte Automobil des Jahres 2026.

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Kommentare

User #2899 (nicht angemeldet)

Das ist kein Ferrari, das ist noch nicht mal ein richtiges Auto. Das ist so ein Barby Auto. Da kann man die Türen aufmachen und die Puppe reinsetzen.

User #3588 (nicht angemeldet)

Damit sieht er aus wie ein roter BYD

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