WM 2026: Paraguay-Senatorin beschimpft Kylian Mbappé rassistisch
An Tag 26 gewinnen die Engländer gegen Gastgeber Mexiko. Am Abend gewinnt Spanien den Kracher gegen Portugal! Mit dem Nau.ch-Ticker bleibst du am Ball.

Das Wichtigste in Kürze
- England gewinnt ein spektakuläres Spiel gegen Mexiko mit 3:2.
- Portugal verliert das Kracher-Duell gegen Spanien und scheidet aus.
- Alles rund um den WM-Tag findest du hier im Nau.ch-Ticker.
Heute Montag geht es weiter mit zwei Achtelfinal-Spielen an der WM 2026.
In der Nacht hat England gegen Mexiko in einem spektakulären Spiel mit 3:2 gegen die Mexikaner gewonnen.
Am Abend treffen dann zwei Mit-Favoriten aufeinander: Spanien setzt sich mit 1:0 gegen Portugal durch.
Die Spiele an Tag 26 der WM 2026:
England – Mexiko 3:2
Portugal – Spanien 0:1
Der Ticker zum 26. Tag an der WM 2026
Für die Portugiesen mit Superstar Cristiano Ronaldo endet die WM 2026 im Achtelfinal. Im iberischen Duell setzt sich Spanien am Ende mit 1:0 durch. Für den entscheidenden Treffer sorgt Mikel Merino. Der Arsenal-Spieler wird eingewechselt und erzielt den Siegtreffer in der 90. Minute.
Die paraguayische Senatorin Celese Amarilla hat mit einer unterirdischen Tirade gegen Frankreich-Star Kylian Mbappé für Aufsehen gesorgt: Auf Twitter beschimpfte sie den Real-Madrid-Superstar auf das Übelste.

«Dieser Rohling hat noch nicht einmal schreiben gelernt. Statt Muttermilch wuchs er damit auf, an Kokosnüssen zu saugen. Und die gebildetsten Wesen, von denen er je gehört hat, waren Schimpansen. Ein kolonisierter Kameruner, der vorgibt, Franzose zu sein, voller Groll, neureich, arrogant und hässlich.»
Mbappé schoss wenig später auf Twitter mit einem scharfen Beitrag zurück. «Sie sind eine verachtenswerte Frau, ihres Amtes unwürdig. Sie repräsentieren Paraguay nicht, dieses Land, das während des gesamten Turniers Leidenschaft und Ehre gezeigt hat.»

Auch Frankreichs Sportministerin äusserte sich empört. «Solche Aussagen sind abscheulich, unwürdig und von einer politischen Verantwortlichen umso inakzeptabler», schrieb Marina Ferrari bei Twitter.
Gemäss kroatischen Medien hat nun auch der kroatische Verband bei der FIFA eine Beschwerde eingereicht. Der Verband HNS beruft sich in der Beschwerde auf die Aufhebung der Sperre von Folarin Balogun.

Konkret geht es um zwei Szenen beim Sechzehntelfinal gegen Portugal. Zum einen sei beim Elfmeter der Portugiesen das VAR-Protokoll nicht korrekt angewandt worden. Und beim aberkannten Treffer von Josko Gvardiol sei die Tor-Sensor-Technologie nicht korrekt genutzt worden.
Auch der SFV meldet sich zum Entscheid der FIFA zu Wort – und das ausgesprochen deutlich: «Der Entscheid im Fall Balogun ist für den SFV unverständlich – unabhängig davon, wie es dazu gekommen ist.»
«Bislang war klar: Wer vom Platz gestellt wird, ist automatisch für das nächste Spiel gesperrt. Dieser Grundsatz war für alle gleich und hat für Klarheit gesorgt», heisst es vom SFV.
«Dieser Entscheid wirft Fragen auf und schafft Unsicherheit – auch mit Blick auf die Bedeutung von Schiedsrichterentscheiden, insbesondere wenn der VAR im Einsatz ist. Für die Glaubwürdigkeit des Wettbewerbs braucht es klare und konsequent angewandte Regeln.»
Die FIFA macht den Kniefall vor US-Präsident Trump – und hebt die Sperre von Folarin Balogun auf. Der US-Torjäger darf damit im Achtelfinal gegen Belgien in der Nacht auf Dienstag für den WM-Gastgeber auflaufen. Belgien hat bereits Protest angekündigt.
Zugleich wird die FIFA für die lächerliche Entscheidung nun zur Zielscheibe für allerhand Spott. Sogar die britische Politik nimmt den Weltverband ins Visier.
Labour-MP Noah Law bittet in einem Schreiben an die FIFA darum, auch die Rot-Sperre gegen Jarell Quansah aufzuheben. «Zwar halte ich die rote Karte für Jarell Quansah für richtig und bin der Meinung, dass die Schiedsrichterregeln konsequent angewendet werden müssen, doch halte ich es für angebracht, seine Sperre bis zum Ende dieser Weltmeisterschaft aufzuschieben.»

«Die Integrität jedes grossen internationalen Turniers hängt nicht nur davon ab, dass Spieler und Offizielle sich an die Regeln halten, sondern auch davon, dass diese Regeln für alle teilnehmenden Nationen gleichermassen gelten. Ich bin mir sicher, dass wir eine Situation nicht rechtfertigen können, in der ein Spieler von einer aufgeschobenen Sperre profitiert, während ein anderer unter im Wesentlichen ähnlichen Umständen davon ausgeschlossen bleibt.»
Die FIFA hat die Beschwerde des belgischen Verbands gegen die Aufhebung der Sperre von Folarin Balogun abgewiesen. Gemäss dem zuständigen FIFA-Komitee könne Belgien keine Beschwerde einreichen, weil der Verband gar nicht Teil des Verfahrens sei.
Der belgische Verband selbst nahm den Entscheid zur Kenntnis – aber nicht widerspruchslos. «Die RBFA hat dem US-Fussballverband mitgeteilt, dass sie die Spielberechtigung des Spielers anficht, sollte dieser auf dem Spielberichtsbogen des Schiedsrichters aufgeführt sein. Damit bleiben alle weiteren Massnahmen offen.»
Den Shitstorm nach der Begnadigung von Folarin Balogun konnte auch FIFA-Präsident Gianni Infantino nicht ignorieren. In einem Statement auf den offiziellen Medien-Kanälen des Fussball-Weltverbands äussert sich der FIFA-Boss zum Begnadigungs-Eklat.
«Ich habe die öffentlichen Kommentare zur Entscheidung der unabhängigen FIFA-Disziplinarkommission bezüglich der Sperre von Folarin Balogun zur Kenntnis genommen», so Infantino.

«Ich möchte bekräftigen: Die Rechtsorgane der FIFA sind unabhängig», erklärt der FIFA-Boss weiter. «Sie arbeiten autonom, wenden das FIFA-Disziplinarreglement an und entscheiden Fälle auf der Grundlage der geltenden Vorschriften und der ihnen vorliegenden konkreten Sachverhalte.»
Infantino bestätigt auch, was US-Präsident Donald Trump bereits verkündet hat: Es gab eine Einmischung aus dem Oval Office. «In dieser Angelegenheit habe ich tatsächlich einen Anruf von Präsident Donald Trump erhalten», so Infantino. Er erhalte regelmässig Anrufe von «Staatschefs, Regierungsvertretern, Akteuren aus dem Fussball und Führungskräften aus der Wirtschaft.»
Im Gespräch habe er Trump erklärt, «dass der Fall zu gegebener Zeit von den zuständigen Gremien entschieden wird. So funktioniert das System der FIFA, und das ist ein Grundsatz, an dem ich stets festhalten werde.»

Ob er dem Entscheid, die Sperre gegen Balogun aufzuheben, zustimmt, lässt Infantino offen. «Ob uns eine Entscheidung persönlich gefällt oder nicht, ist irrelevant. Der Respekt vor unabhängigen Institutionen und der Rechtsstaatlichkeit ist es, was die Integrität unserer Wettbewerbe und die Glaubwürdigkeit der FIFA jederzeit schützt.»
Der belgische Fussball-Verband RBFA hat am Montag in einem Statement mit seiner Kritik an der FIFA nochmals nachgelegt. Darin erhebt der Gegner des US-Nationalteams, dessen Star-Torjäger Folarin Balogun nach einer Roten Karte begnadigt wurde, schwere Vorwürfe.
Man habe aus den Medien von der Aufhebung der Sperre gegen Balogun erfahren und bei der FIFA um Klarstellung angesucht. «Als einzige Antwort sandte die FIFA ein Schreiben an die RBFA, in dem sie erklärte, dass sie dieses Schreiben als Berufung betrachte. Es sei ein Richter ernannt worden, und die RBFA habe nur wenige Stunden Zeit, ihre Berufung einzureichen.»

Damit verstösst die FIFA gegen ihre eigenen Vorgaben, denn Einsprüche sind nur gegen schriftliche Entscheidungen möglich. «Während die RBFA lediglich um legitime Erklärungen bat, schuf die FIFA selbst einen Einspruch und sorgte sofort dafür, dass dieser für unzulässig erklärt würde. All dies geschah, während die FIFA sich gleichzeitig weigerte, auf die berechtigten Anfragen der RBFA zu reagieren.»
Der belgische Verband will das nicht hinnehmen – und kündigt weitere Schritte an: «Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat die RBFA von der FIFA noch immer keine Entscheidung und keine Erklärung zu dieser Angelegenheit erhalten. Sie hat daher keine andere Wahl, als die Spielberechtigung des Spielers für das bevorstehende Spiel anzufechten.»

Insgesamt betrachtet der belgische Verband die Vorgänge rund um die Balogun-Begnadigung als äusserst problematisch. «Die RBFA ist zutiefst besorgt über den Verlauf der Ereignisse und wird in den kommenden Stunden, Tagen und Monaten weiterhin für die Verteidigung der grundlegenden Prinzipien der Ethik, des fairen Wettbewerbs und der Interessen des Fussballs als Ganzes kämpfen.»
Dass US-Stürmer Falorin Balogun von der Fifa begnadigt wird, sorgt beim kommenden Gegner für Ärger. Der belgische Verband will sich wehren – und kündigt Massnahmen an! Man prüfe alle Optionen, schreibt der Verband, um «die legitimen Rechte aller teilnehmenden Mannschaften zu wahren und die Grundprinzipien des Fair Play zu schützen.»

Auch Trainer Rudi Garcia ärgert sich – und flüchtet sich in Galgenhumor: «Ich wusste nicht, dass bei der Fifa-Weltmeisterschaft der 5. Juli nun der 1. April ist und dass es der Tag der Aprilscherze ist.»

Garcia weiter: «Wir verteidigen nicht Belgien, wir verteidigen den Fussball. Das ist das erste Mal in der WM-Geschichte, dass so eine Entscheidung getroffen wird»
Erling Haaland und seine Wikinger werfen Brasilien aus dem Turnier! Mit einem Doppelpack beendet der ManCity-Stürmer beim 2:1 die Träume der «Seleçao» – und lässt gleichzeitig die Stimmung in Oslo kochen.
Ein Nau.ch-Video aus der norwegischen Hauptstadt zeigt die Feierlichkeiten nach dem Schlusspfiff. Im Anschluss rennen alle Fans zu zehntausenden zum Schloss und feiern den Viertelfinal-Einzug.
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Dass man im Public-Viewing schon vor Anpfiff bereit war, zeigt das Video oben: Bei der Aufstellung wird gerudert!
Brasilien scheitert an der WM 2026 im Achtelfinal an Norwegen. Superstar Neymar gibt nach dem Aus seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekannt.
Gegenüber dem TV-Sender Globo sagt er: Ich habe es versucht, ich habe es wirklich versucht – jetzt ist es zu Ende. Ich habe hier angefangen, ich habe hier aufgehört.»
Der Angreifer wird gegen die Norweger nach einer guten Stunde eingewechselt. In der Nachspielzeit trifft er per Elfmeter noch zum 1:2. Die Niederlage abwenden kann Neymar aber auch nicht mehr.
So geht eine lange Ära zu Ende…

England gewinnt mit 3:2 gegen Mexiko und zieht in den Viertelfinal und trifft dort am Samstag (23 Uhr) auf Norwegen.

Die Tuchel-Elf entscheidet einen turbulenten Achtelfinal für sich. Bellingham trifft doppelt, Kane versenkt einen Elfmeter. Dabei müssen die Engländer über eine halbe Stunde in Unterzahl spielen. Quansah fliegt nach der Pause mit Rot vom Feld.
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Hier geht es zum ausführlichen Spielbericht.
Wegen eines heftigen Unwetters mit Blitzgefahr rund ums Aztekenstadion verschiebt die Fifa den Anpfiff des Achtelfinals zwischen Mexiko und England um eine Stunde. Die Partie soll nun um 3 Uhr starten.
Zuvor war eine «Shelter in Place»-Warnung ausgerufen worden, Zuschauer und Stadionpersonal mussten geschützte Bereiche aufsuchen. Ob der neue Anpfiff-Termin hält, ist wegen des anhaltenden Unwetters noch offen.
Um 2 Uhr steigt im legendären Aztekenstadion in Mexiko-Stadt das Achtelfinal-Kracher zwischen Co-Gastgeber Mexiko und England.
Die «Three Lions» kehren erstmals seit der «Hand Gottes» von Diego Maradona 1986 an diesen geschichtsträchtigen Ort zurück. Trainer Thomas Tuchel liess sein Team wegen der Höhenlage von rund 2200 Metern bereits früher anreisen.

Mexiko ist bislang ungeschlagen und ohne Gegentor durchs Turnier marschiert – nun soll gegen England die nächste «Fiesta Mexicana» folgen.




















