WM 2026 – Babbel: «Tuchel wird in England als Bratwurst hingestellt»
Nach Platz drei an der WM 2026 sind die Engländer sauer auf Thomas Tuchel. Der Trainer habe den Halbfinal vercoacht. Markus Babbel stärkt Tuchel den Rücken.

Das Wichtigste in Kürze
- Für englische Experten ist Trainer Thomas Tuchel schuld am Aus im WM-Halbfinal.
- Markus Babbel springt seinem Landsmann zur Seite und verteidigt ihn.
- Für den Ex-Profi ist klar: Das Problem sei vor allem, dass Tuchel Deutscher sei.
England spielt an der WM 2026 die beste Weltmeisterschaft seit dem Titel 1966: Mit dem 6:4-Sieg im kleinen Final über Frankreich beenden die «Three Lions» die Endrunde auf Platz 3.
Trotzdem ist die Kritik auf der Insel gross – und sie richtet sich in erster Linie an Trainer Thomas Tuchel. Englische Fussballgrössen lassen kein gutes Haar am 52-jährigen Deutschen: Tuchel habe den Halbfinal gegen Argentinien schlicht vercoacht!

Ex-Premier-League-Torjäger Chris Sutton spricht von einer «Coaching-Katastrophe». Stürmer-Legende Gary Lineker fragt scherzhaft, ob Tuchel «so etwas wie ein deutscher Spion sei.»
Einer, der die heftige Kritik an seinem Landsmann nicht verstehen kann, ist Markus Babbel. Der ehemalige Bayern- und Liverpool-Profi kennt sich im englischen Fussball gut aus.
Ex-FCL-Coach erwartete «Monster-Shitstorm»
Für Babbel ist klar: «Thomas Tuchel schlug von Anfang an wahnsinnig viel Skepsis entgegen. Nicht, weil man ihn als schlechten Trainer gesehen hat. Sondern es geht eigentlich nur darum, dass er aus Deutschland kommt.»

Aus Sicht des Ex-FCL-Trainers haben es die Engländer bis zum Halbfinal wirklich sehr gut gemacht. Auch wenn sie nicht die Sterne vom Himmel gespielt hätten. «Aber mir war klar: Wenn einmal irgendetwas schiefgeht, dann bekommt Tuchel den absoluten Monster-Shitstorm», so Babbel bei «ran».

Für den 51-fachen deutschen Nationalspieler ist klar: «Selbst wenn er Weltmeister geworden wäre, hätte er nicht die Akzeptanz des englischen Publikums bekommen. Sondern beim nächsten Tiefschlag sofort wieder Feuer.»
Babbel: «Wirst jetzt als die grösste Bratwurst hingestellt»
Babbel verweist auf die Fakten: «England hat eine überragende Qualifikation gespielt und ohne Gegentor jedes Spiel gewonnen. Und dann kommst du bei einer WM 2026 bis in den Halbfinal und stehst kurz vor dem Finaleinzug. Und wirst jetzt als die grösste Bratwurst hingestellt.»
Der Europameister von 1996 verteidigt Tuchel: «Dabei hat er es wirklich geschafft, eine Mannschaft auf den Platz zu bringen, die füreinander kämpft. Und mit Kane und Bellingham klare Anführer hat. Nur weil er einer der besten Trainer der Welt ist, heisst das nicht, dass er immer alles richtig macht. Den Spielern auf dem Platz geht es genauso.»
















