WM 2026: Das waren die Highlights des XXL-Turniers

Pascal Moser
Pascal Moser

USA,

Die WM 2026 ist Geschichte und sorgte für einige Höhepunkte – und Negativ-Schlagzeilen. Nau.ch fasst die zehn wichtigsten Ereignisse zusammen.

WM 2026
Auch aus Schweizer Sicht gab es an der WM 2026 Höhepunkte und Tiefschläge. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach 38 intensiven Tagen ist die Fussball-Weltmeisterschaft vorbei.
  • Spanien kürt sich im Final gegen Argentinien zum Sieger.
  • Die Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko sorgte für zahlreiche Schlagzeilen.
  • Hier kommt der grosse Rückblick.

Die längste Endrunde aller Zeiten ist Geschichte: Nach 104 Spielen in über fünf Wochen kürt sich Spanien zum Weltmeister. Für die «Furia Roja» ist es der zweite Titel nach 2010. Auch damals siegte man dank eines Treffers in der Verlängerung mit 1:0.

WM 2026
Spanien krönt sich an der WM 2026 zum Champion. - keystone

Nau.ch blickt auf die WM 2026 zurück und fasst die zehn wichtigsten Szenen und Ereignisse zusammen.

Iran-Wirbel

Bereits vor der Endrunde gab es rund um die Teilnahme des Irans viele Spekulationen. Aufgrund des Krieges schien ein Ausschluss aus dem Turnier nicht unwahrscheinlich.

Mehdi Taremi
Der Iran zeigte trotz schwieriger Umstände eine starke WM 2026. - keystone

Am Ende durfte man teilnehmen – doch dem Team wurde es schwierig gemacht. Es durfte nur am jeweiligen Spieltag in die USA reisen. Dennoch schlugen sich die Iraner tapfer und blieben an der WM 2026 ungeschlagen. Drei Unentschieden reichten aber nicht fürs Weiterkommen.

Balogun-Drama

Im Spiel gegen Bosnien-Herzegowina sah US-Stürmer Folarin Balogun nach einem harten Einsteigen die Rote Karte. Folglich wurde er für den Achtelfinal gesperrt – dachten alle.

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US-Stürmer Folarin Balogun fliegt im Sechzehntelfinal vom Feld. Nun darf er im Achtelfinal trotzdem spielen. Die Fifa spricht die Sperre auf Bewährung aus. - SRF

Doch US-Präsident Donald Trump forderte die Überprüfung dieser Sperre. Und er hatte damit Erfolg. Die Fifa setzte diese aus und Balogun durfte gegen Belgien ran. Am Ende siegte aber die Gerechtigkeit und die USA schied mit 1:4 aus.

Kapverden-Sensation

Nur rund eine halbe Million Einwohner zählt der Inselstaat Kap Verde. Dennoch sorgte das an der WM 2026 für Furore. Beim 0:0 zum Auftakt gegen Spanien glänzte Goalie Vozinha (40) mit mehreren Paraden.

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Sidny Lopes Cabral mit seinem Traumtor gegen Argentinien. - srf

Im Sechzehntelfinal schnupperte man am ganz grossen Coup: Gegen Titelverteidiger Argentinien musste sich Kap Verde erst in der Verlängerung geschlagen geben. Besonders das zwischenzeitliche 2:2 durch Lopes Cabral war eine Augenweide.

Manzambi-Show

Spätestens an der WM 2026 kennt jeder Fussballfan den Namen Johan Manzambi. Drei Tore und zwei Vorlagen erzielt der 20-Jährige bei seiner ersten Endrunde. Nach dem 2:0 gegen Algerien fehlt er der Schweizer Nati verletzungsbedingt.

Schweizer Nati
Nach einer starken WM mit der Schweizer Nati wechselt Johan Manzambi zu Aston Villa. - keystone

Noch während des Turniers wird Manzambis Wechsel von Freiburg zu Aston Villa bekannt. Mit garantierten 60 Millionen Euro löst er Granit Xhaka (45 Mio.) als teuersten Schweizer Transfer aller Zeiten ab.

Embolo-Schwalbe

Die Nati scheitert im Viertelfinal der WM 2026 auf dramatische Art und Weise an Argentinien. Inmitten einer dominanten Phase fliegt Breel Embolo mit Gelb-Rot vom Platz. Dabei sorgt eine VAR-Intervention für Wirbel.

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Wegen dieser Schwalbe fliegt Breel Embolo vom Platz. - SRF

Denn: Zuerst wird Parades wegen eines Fouls am Stürmer verwarnt. Dann schaltet sich der Video-Schiri ein und der Entscheid wird zu Ungunsten der Nati gekippt. Dass sich der VAR bei einer zu Unrecht gezeigten Gelben einschalten kann, wurde vor der Endrunde eingeführt.

Ronaldo-Abschied

Eine Weltmeisterschaft ohne Cristiano Ronaldo kann man sich kaum vorstellen. Seit 2006 war der Superstar an jeder Endrunde mit dabei. Ganze 27 Spiele (11 Tore) absolvierte er für sein Land.

Er ist der zweitälteste eingesetzte Feldspieler an einer WM. Nur Roger Milla war 1994 noch acht Monate älter.

WM 2026
Enttäuschung pur bei Cristiano Ronaldo nach dem Aus an der WM 2026. - keystone

Ob Ronaldo weiterhin für das Nationalteam auflaufen wird, ist unklar. Mit 233 Spielen und 146 Toren ist er absoluter Rekordspieler Portugals. Gut möglich, dass er die EM in zwei Jahren noch mitnehmen will. Eine weitere WM scheint allerdings ausgeschlossen.

Infantino-Irrsinn

Für den Beliebtheitsgrad von Gianni Infantino war die WM 2026 kein Erfolg. Nicht nur seine Nähe zu US-Präsident Donald Trump wird kritisch betrachtet. Auch sein ökologischer Fussabdruck sorgt für Ärger.

Gianni Infantino
Gianni Infantino und Donald Trump pflegen eine enge Beziehung. - keystone

Infantino besuchte über 40 Spiele und legte dafür 95'403 Kilometer im Flugzeug zurück, das berichtet die Nachrichtenagentur AP. Damit umrundet er die Erde fast zweieinhalb Mal und verursacht laut «Spiegel» 813 Tonnen CO2-Emissionen.

Plakat-Posse

Die Fifa ist kein Fan davon, wenn Fussballer politische Botschaften tätigen, das hat die Vergangenheit deutlich gezeigt. Dennoch halten einige argentinische Spieler nach dem Halbfinal-Sieg über England ein umstrittenes Plakat hoch.

Argentinien WM 2026
«Die Malvinen sind argentinisch.» Diese politische Botschaft sorgt an der WM 2026 für Wirbel. - Keystone

Darauf heisst es: «Las Malvinas son Argentinas», zu Deutsch: Die Falkland-Inseln sind argentinisch. 1982 entbrannte ein militärischer Konflikt um die Falklandinseln. Der Krieg forderte mehrere Hundert Todesopfer.

Bislang gab es für das Plakat keine Konsequenzen. Ob solche noch folgen, bleibt abzuwarten.

10-Tore-Spektakel

Eigentlich ist es die Partie, das an einer Weltmeisterschaft kaum jemanden interessiert: Das Spiel um Platz drei. Doch heuer sorgen England und Frankreich für ein absolutes Tor-Spektakel.

Kylian Mbappé WM 2026
Kylian Mbappé trifft im Spiel um Platz drei doppelt. - keystone

Am Ende siegen die «Three Lions» mit 6:4, Bukayo Saka erzielt einen Hattrick. Und bei «Les Bleus» avanciert Kylian Mbappé mit einem Doppelpack zum ewigen WM-Rekordtorschützen. Mit seinen 22 Treffern liegt er knapp vor Lionel Messi mit 21.

Messi-Tränen

Ebenjener Messi verabschiedet sich am Sonntag tränenreich von der ganz grossen Bühne. Nach dem 0:1 nach Verlängerung gegen Spanien kann der 39-Jährige seine Emotionen nicht verbergen.

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Lionel Messi weint nach dem WM-Final bitteren Tränen. - SRF

Gerne hätte Messi seine glorreiche Karriere im Nationalteam mit der Titelverteidigung gekrönt. In 207 Spielen für die «Albiceleste» gelangen dem Ausnahmekönner 125 Tore und 68 Assists.

Kommentare

User #3864 (nicht angemeldet)

WM nur mit einer Mannschft, der SCHWEIZ ausführen

User #2325 (nicht angemeldet)

Eigentlich hätte man dem Agressor USA die WM wegnehmen müssen. Von wegen Iran ausschliessen. Wie schon geschrieben, habe ich nur das Spiel Portugal gegen Usbekistan gesehen. Wir waren an einer Sardinhada. Da kam das Spiel als Zugabe. Diesen Jammeris zuzusehen schmerzt mir zu sehr.

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