Gianni Infantino

    SFV zieht Unterstützung für Gianni Infantino zurück

    Christoph Böhlen
    Christoph Böhlen

    Bern,

    Der SFV unterstützt Gianni Infantino nicht mehr als Fifa-Boss. Dieser Entscheid folge auf eine umfassende Neubewertung der Entwicklungen.

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    SFV-Präsident Peter Knäbel erklärt den Entscheid, die Kandidatur von Gianni Infantino nicht mehr zu unterstützen. - srf

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Schweizerische Fussballverband zieht die Unterstützung für Gianni Infantino zurück.
    • Der Walliser will für die Wiederwahl als Fifa-Präsident kandidieren.

    Der umstrittene Gianni Infantino kandidiert für eine erneute Amtszeit als Fifa-Präsident. Doch aus der Heimat gibt es keinen Support für den Walliser: Der SFV zieht die Unterstützung für Infantino zurück.

    Gianni Infantino
    Gianni Infantino (Mitte) erhält vom SFV (hier mit Präsident Peter Knäbel, links) keine Unterstützung mehr. - keystone

    «Der Entscheid folgt auf eine umfassende Neubewertung der Entwicklungen der vergangenen Monate», schreibt der SFV in einem Communiqué. «Aus Sicht des SFV werfen verschiedene Vorgänge grundlegende Fragen zu Führung, Governance, Transparenz und Entscheidungsprozessen innerhalb der Fifa auf.»

    Hat der SFV bezüglich Gianni Infantino richtig entschieden?

    Der Verband schreibt weiter: «Für den SFV sind Glaubwürdigkeit, Transparenz, Rechenschaftspflicht sowie der wirksame Einbezug der statutarisch zuständigen Organe unverzichtbare Voraussetzungen für das Vertrauen in die Führung des internationalen Fussballs und die Integrität der Fifa.»

    Aufgrund der Entwicklungen seit Juni 2026 und der weiterhin offenen Fragen sieht der Zentralvorstand des SFV diese Grundlage heute nicht mehr als erfüllt an.

    SFV-Boss Knäbel: «Erwarten von Fifa-Führung höchste Standards»

    «Der SFV erwartet von der Führung der Fifa höchste Standards in Bezug auf Transparenz, Nachvollziehbarkeit und institutionelle Verantwortung», sagt SFV-Präsident Peter Knäbel.

    «Die im Schreiben vom 21. September von der Fifa angekündigten Schritte sind zwar ein wichtiges Signal und können zu Verbesserungen beitragen. Gleichzeitig bleiben zentrale Fragen zu den Hintergründen, Verantwortlichkeiten und Entscheidungsprozessen offen.»

    Gianni Infantino
    Da war die Welt noch in Ordnung: Handschlag zwischen Gianni Infantino und SFV-Präsident Peter Knäbel. - keystone

    Da diese nicht überzeugend geklärt seien, könne der SFV eine weitere Unterstützung der Kandidatur von Gianni Infantino nicht verantworten.

    Der Schweizerische Fussballverband betont aber: Der Entscheid bedeute keine Abkehr von der konstruktiven Zusammenarbeit innerhalb der Fifa und der intenationalen Fussballgemeinschaft.

    «Als Verband im Land der Sitze von Fifa und Uefa ist sich der SFV seiner besonderen Verantwortung bewusst», so der SFV weiter. «Und wird sich auch künftig für Transparenz, glaubwürdige und verlässliche Strukturen, regelbasierte Entscheidungsprozesse sowie die Stärkung eines geeinten und integren internationalen Fussballs einsetzen.»

    Kommentare

    User #3121 (nicht angemeldet)

    Haha als würde das jemanden interessieren. Und wenn es um die Wurst geht, kippt der Verband eh wieder.

    User #5648 (nicht angemeldet)

    Dieser SFV ist ja selbst ein himmeltrauriger Haufen, aber das ist ja mittlerweile im ganzen Land in jeder Organisation so.

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