WM 2026: Argentinien-Stars geben Fans Schuld für Falkland-Plakat
Wegen des Falkland-Banners der Argentinier an der WM 2026 toben die Briten, sie fordern Sperren. Die Spieler versuchen, sich rauszureden.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Argentinier jubelten nach dem Halbfinal mit einem Falkland-Banner.
- Die Fifa hat eine Ermittlung gestartet – sehr zur Freude der Briten, die Spielsperren fordern.
- Die Argentinier versuchen, die Schuld den Fans zu geben.
Es war der grosse Aufreger nach dem Halbfinal zwischen England und Argentinien (1:2) an der WM 2026: Mehrere argentinische Spieler hielten ein Plakat hoch mit der Aufschrift: «Las Malvinas son Argentinas», zu deutsch: Die Falkland-Inseln sind argentinisch.
Wegen der Botschaft hat sich die britische Politik eingemischt: Premierminister Keir Starmer betont, dass das Überseegebiet britisch sei. Und er fordert eine Untersuchung des Vorfalls durch die Fifa.
Diese hat eine solche Untersuchung nun auch eingeleitet. Man schaue sich die Spielberichte an und werde anschliessend entscheiden.
In Grossbritannien ist die Wut auf die Argentinier gross. Der Parlamentarier Ed Davey fordert in den sozialen Medien, die fehlbaren Spieler für den Final zu sperren.
Er verweist dabei auf einen Vorfall von August 2024. Damals sangen Rodri und Alvaro Morata, dass «Gibraltar spanisch» sei. Dafür wurden sie von der Fifa mit einer Sperre für ein Spiel bestraft.
Britische Medien: «Feiglinge» und «rückgratlos»
Das wollen die Spieler, die das Banner hielten, verhindern. Gonzalo Montiel wies dafür die Schuld von sich: Die Fans hätten das Plakat von der Tribüne geworfen, die Spieler hätten es einfach aufgenommen, ohne zu wissen, was draufstehe.
Auch der argentinische Journalist Nelson Gastro verteidigt die Fussballer: Anhänger hätten das Banner geworfen. Anschliessend sei es den Spielern einfach in die Hand gedrückt worden.
Die britische Presse tobt nach diesen Aussagen: Die «Sun» bezeichnet die Argentinier als «Feiglinge» und Montiel als «rückgratlos».
Britische Kommentatoren fordern zudem noch weiterreichendere Konsequenzen: Lisandro Martinez, Abwehrspieler von Manchester United, und Cristian Romero, Innenverteidiger von Tottenham, solle das Visum entzogen werden.
Ob die Spieler für den Final der WM 2026 gesperrt werden, ist sehr fraglich. 2014 hielten argentinische Spieler bei der Partie gegen Slowenien ein ähnliches Plakat hoch. Damals gab es bloss eine Busse von rund 22’000 Franken für den Verband. Zudem werden Spieler in der Regel erst in der Woche nach einem Turnier von der Fifa sanktioniert.





















