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    Will Russland Uefa boykottieren und nach Asien wechseln?

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    Russland,

    Womöglich will Russland die Uefa verlassen und in den asiatischen Fussballverband wechseln. Grund dafür sind die verhängten Sanktionen.

    Flaggen mit dem Logo der Europäischen Fussball-Union wehen im Garten des Hauptquartiers der UEFA am Genfer See. Foto: Soeren Stache/dpa
    Flaggen mit dem Logo der Europäischen Fussball-Union wehen im Garten des Hauptquartiers der UEFA am Genfer See. Foto: Soeren Stache/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Ukraine-Krieg hat für Fussballer aus Russland weitere Konsequenzen.
    • Die Frauen-Nationalmannschaft wird von der EM im Sommer ausgeschlossen.
    • Der russische Verband erwägt einen Wechsel in den asiatischen Raum.

    In Moskau diskutiert der Fussballverband wegen der verhängten Sanktionen über einen Wechsel in die asiatische Konföderation. «Ich denke, es ist die Zeit gekommen, ernsthaft über einen Wechsel in den asiatischen Fussballverband nachzudenken». So wird der Abgeordnete der Staatsduma, Dmitri Pirog, vom staatlichen Sportsender Match TV zitiert.

    Uefa verschärft Sanktionen

    Der ehemalige Box-Weltmeister begründete die Initiative damit, dass unklar sei, wie lange Russland vom europäischen Fussball ausgeschlossen bleibe. Zuvor hatte Sky über die Prüfung eines Verbandswechsels berichtet.

    Die Uefa hatte ihre wegen des Angriffskriegs auf die Ukraine ausgesprochenen Sanktionen gegen den russischen Verband RFS am 2. Mai noch einmal verschärft. Die Russen dürfen sich nicht um die Ausrichtung der Fussball-EM 2028 und 2032 bewerben. Die Männer-Nationalmannschaft wird nicht an der kommenden Ausgabe der Nations League teilnehmen.

    Die Frauen-Nationalmannschaft wurde von der EM vom 6. bis 31. Juli in England ausgeschlossen.

    Russland will womöglich asiatischen Markt aufsuchen

    Dem gut vernetzten russischen Sportjournalisten Nobel Arustamjan zufolge gibt es hinter den Kulissen des RFS seit Wochen solche Gedankenspiele. Prinzipiell stimmte auch der ehemalige Nationalspieler Wladimir Bystrow dem Ansinnen zu. Allerdings nur, wenn auf langfristige Sicht keine Einigung mit der Uefa möglich sei.

    «Wenn wir in den nächsten fünf Jahren nicht zu den Uefa-Turnieren zugelassen werden, dann müssen wir andere Entwicklungswege suchen. Und womöglich auf den asiatischen Fussballmarkt gehen», sagte er Match TV.

    «Mit wem sollen wir dann spielen?»

    Pirog, der in der Duma Vizechef des Sportausschusses ist, äusserte zudem, in Asien entwickle sich die Sportart: «Da arbeiten schon lange anerkannte europäische Trainer und spielen starke Legionäre.»

    Der frühere RFS-Präsident Wjatscheslaw Koloskow kritisierte die Idee dagegen. «Persönlich bin ich strikt gegen einen solchen Wechsel. Denn er bedeutet den endgültigen Tod des russischen Fussballs, auch in die europäische Familie kehren wir dann nie wieder zurück. Mit wem sollen wir dann spielen?»

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