Moskau sieht Fortschritte bei Ukraine-Gesprächen mit USA

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Russland,

Das russische Aussenministerium spricht von Fortschritten in den Gesprächen mit den USA über den Ukraine-Krieg. «Im Verhandlungsprozess zur Beilegung des Ukraine-Konflikts, ich meine damit den Verhandlungsprozess mit den Vereinigten Staaten von Amerika, sind langsame, aber sichere Fortschritte zu beobachten», sagte Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa nach Angaben der Staatsagentur Tass bei einer Pressekonferenz. Die von Russland angegriffene Ukraine erwähnte sie kaum.

HANDOUT - Dieses vom Pressedienst des russischen Außenministeriums veröffentlichte Foto zeigt Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, während eines Briefin...
HANDOUT - Dieses vom Pressedienst des russischen Außenministeriums veröffentlichte Foto zeigt Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, während eines Briefin... - Keystone/AP/---

Zugleich versuchte sie, einen Keil zwischen die USA und Europa in den Friedensbemühungen zu treiben. Moskau fordere die Kollegen in den USA auf, «sich aktiv gegen die Versuche der westeuropäischen Länder zu wehren, die im Verhandlungsprozess zur Ukraine erzielten Fortschritte zu torpedieren und zunichtezumachen», sagte Sacharowa.

Nach Bekanntwerden eines 28 Punkte umfassenden und vielfach als «russische Wunschliste» kritisierten Friedensplans hatten sich europäische Staats- und Regierungschefs an der Seite der Ukraine in den Verhandlungsprozess eingeschaltet und versucht, für den Fall einer Vereinbarung das Schlimmste für das vor fast vier Jahren angegriffene Land abzuwenden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die derzeit 20 diskutierten Punkte mittlerweile öffentlich ausgebreitet. Russland, das bislang nicht von Maximalforderungen in dem Krieg abgerückt ist, hat dazu aber noch keine Position formuliert.

Mit Blick auf einen möglichen Friedensplan bekräftigte Sacharowa die angebliche Bereitschaft Moskaus, über ein Abkommen über einen Nichtangriff auf ein europäisches oder Nato-Land zu verhandeln. «Russland ist bereit, entsprechende Verpflichtungen in Form eines schriftlichen, rechtsverbindlichen Dokuments zu formulieren», sagte Sacharowa. Kremlchef Wladimir Putin hatte zuvor eine solche Vereinbarung angeboten und Behauptungen als «Blödsinn» zurückgewiesen, dass Russland ein Nato-Land angreifen könne.

Der ukrainische Präsident besprach den Stand der Friedensbemühungen mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner. Dabei seien «substanzielle Details» besprochen worden, schrieb Selenskyj am späten Nachmittag auf Facebook, ohne ins Detail zu gehen. «Es gibt gute Ideen, die zu einem gemeinsamen Ergebnis und einem dauerhaften Frieden beitragen können.» Er hoffe, dass diese Ideen nützlich sein könnten. Zugleich bat er Witkoff und Trumps Schwiegersohn Kushner, dem US-Präsidenten und dessen Familie Weihnachtswünsche aus Kiew zu übermitteln.

Die Ukraine wehrt sich seit fast vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Ein Ende ist ungeachtet der laufenden Verhandlungen nicht in Sicht.

Kommentare

User #716 (nicht angemeldet)

Die EU soll Putin endlich ein Ultimatum für den bedingungslosen Abzug aus der Ukraine aussprechen. Ignoriert er es, werden die russischen Soldaten aktiv aus der Ukraine entfernt. Greift Putin in der Folge die EU an, wird auch Russland fallen.

User #2669 (nicht angemeldet)

Was Sacharowa säuselt, ist nicht massgebend. Putin ist der, der seit bald 4 Jahren den Krieg in die Länge zieht. Und er wird den Krieg bestimmt noch möglichst lange auf die "lange Bank" schieben. Alles nur heisse Luft von Maria Sacharowa.

Weiterlesen

svp
958 Interaktionen
Albisgüetli-Tagung
Fasnacht
92 Interaktionen
Experten warnen

MEHR IN POLITIK

3 Interaktionen
München
usa iran
2 Interaktionen
Washington
Alexandria Ocasio-Cortez
2 Interaktionen
München
merz
3 Interaktionen
München

MEHR AUS RUSSLAND

Kremlsprecher Dmitri Peskow
9 Interaktionen
Moskau
ukraine flagge
28 Interaktionen
Wolgograd/Uchta
Telegram
4 Interaktionen
Moskau
10 Interaktionen
Moskau