Gianni Infantino fordert: Rot, wer seinen Mund nicht zeigt!
Nach dem Rassismus-Skandal in der Champions League will Fifa-Boss Gianni Infantino die Regeln verschärfen. Seine Idee: Wer den Mund verdeckt, fliegt vom Platz.

Das Wichtigste in Kürze
- Benficas Prestianni soll Real-Vinicius in der Königsklasse rassistisch beleidigt haben.
- Den Mund hatte er verdeckt. Das will Gianni Infantino in Zukunft verhindern.
- Der Fifa-Präsident will, dass Spieler für das Abschirmen des Mundes Rot sehen können.
In der Champions League kam es bei der Begegnung zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid zu einem vermeintlichen Rassismus-Skandal. Nach einer Ansage von Gianluca Prestianni lief Vinicius wild gestikulierend zum Schiedsrichter – und sah dafür Gelb.

Mit von der Hand und Trikot verdecktem Mund, soll der Benfica-Spieler eine rassistische Beleidigung ausgesprochen haben. Das Problem: Das Schiri-Gespann hat nichts gehört und auch die Bilder können nichts beweisen.
Gianni Infantino will Regeländerung
Das ist auch Fifa-Präsident Gianni Infantino ein Dorn im Auge. Er bringt nun sogar eine Regeländerung ins Spiel: Wer den Mund mit der Hand verdeckt, soll in Zukunft vom Platz fliegen können!

«Es muss vermutet werden, dass ein Spieler etwas gesagt hat, was er nicht sagen dürfte. Sonst müsste er seinen Mund nicht verdecken», findet Infantino. «Wenn man nichts zu verbergen hat, muss man den Mund auch nicht verstecken.»
Damit will der Schweizer Fifa-Boss ein Zeichen setzen. Es brauche diese Massnahme: «die wir ergreifen müssen, wenn wir es im Kampf gegen Rassismus ernst meinen». Schon beim Fifa-Kongress im April könnte eine entsprechende Regeländerung beschlossen werden.
Prestianni beklagte sich über Sperre
Ganz ohne Konsequenzen ist Prestianni auch jetzt nicht davongekommen. Fürs Rückspiel gegen Real Madrid wurde der Argentiner gesperrt. Via X monierte er: «Jemanden ohne sichtbaren Beweis zu sperren – sehr fair.»

Den entsprechenden Post löschte der 20-Jährige kurz darauf aber wieder. Reals Kylian Mbappé soll die rassistische Beleidigung indes auch gehört haben. Er sagte nach dem Spiel über Prestianni: «Benficas Nummer 25 verdient es nicht, Champions League zu spielen.»
Mourinho mit Ansage: «Dann ist es vorbei»
Benfica-Trainer José Mourinho liess ein klares Statement lange vermissen. Er betonte: «Die Unschuldsvermutung ist ein Menschenrecht, oder nicht?»

Doch jetzt wählt der portugiesische Star-Coach plötzlich deutliche Worte: «Wenn mein Spieler die Prinzipien, die meine und auch die von Benfica sind, nicht respektiert hat, ist es zu Ende. Wenn er schuldig ist, dann ist seine Karriere bei mir vorbei.»
















