Gianni Infantino

    Gianni Infantino: Fifa-Boss hat Beschwerde am Hals

    Matthias Neuhaus
    Matthias Neuhaus

    USA,

    Fifa-Präsident Gianni Infantino überreicht Donald Trump an der WM-Auslosung einen Friedenspreis. Nun hat eine Menschenrechtsorganisation Beschwerde eingereicht.

    Gianni Infantino
    Gianni Infantino im Rahmen der Auslosung für die WM 2026. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine britische Menschenrechtsorganisation beschwert sich bei der Fifa.
    • Grund dafür ist die Nähe von Gianni Infantino zu US-Präsident Donald Trump.
    • Der Schweizer soll gegen den Ethikkodex des Weltverbandes verstossen haben.

    Hat die WM-Auslosung Folgen für Fifa-Präsident Gianni Infantino?

    Bei der Ethikkommission des Weltverbands sei ein Beschwerdebrief eingegangen, wie mehrere Medien, darunter «The Athletic», berichten.

    Grund dafür ist offenbar Infantinos Nähe zu US-Präsident Donald Trump. Die britische Menschenrechtsorganisation «FairSquare» habe ein achtseitiges Schreiben eingereicht, heisst es. Darin enthalten seien vier Verstösse von Infantino gegen die Fifa-Richtlinien.

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    Gianni Infantino überreichte Donald Trump anlässlich der WM-Auslosung einen Friedenspreis. - keystone

    Konkret werde dem Schweizer vorgeworfen, seine Neutralitätspflicht in politischen Angelegenheiten wiederholt verletzt zu haben.

    Gianni Infantino soll beispielsweise am 9. Oktober einen Instagram-Beitrag mit Bezug auf den Israel-Konflikt mit folgenden Worten versehen haben: «Präsident Donald J. Trump verdient für sein entschlossenes Handeln zweifellos den Friedensnobelpreis.»

    Preis sorgt für Kritik

    Diesen gewann Trump bekanntlich nicht. Dafür wurde ihm im Rahmen der WM-Auslosung am 5. Dezember ein eigens für ihn kreierter Friedenspreis überreicht.

    Für «FairSquare» ein No-Go. Die Organisation schreibt: «Die Verleihung eines Preises dieser Art an einen amtierenden politischen Führer ist ein klarer Verstoss gegen die Neutralitätspflicht der Fifa.»

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    Hat Gianni Infantino gegen Fifa-Richtlinien verstossen? - keystone

    Die Anschuldigungen beziehen sich auf den Fifa-Ethikcode, wonach Personen, welche an den Kodex gebunden sind, politisch neutral agieren müssen. Ausnahmen seien nur möglich, wenn die satzungsmässigen Ziele der Fifa betroffen sind.

    Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hat sich der Weltverband zu den Vorwürfen geäussert. Infantino müsse als Präsident «gute Beziehungen» zu den Staatschefs der Gastgeberländer haben, um eine erfolgreiche Durchführung zu gewährleisten, heisst es.

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    Kommentare

    User #6027 (nicht angemeldet)

    Ingantino muss weg und zwar schnell.

    User #2889 (nicht angemeldet)

    Alle sollten die Fussball WM in den USA boykottieren!

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