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Deutschland: Französischer Einfluss trifft auf Saarländische Wurzeln

Genuss wird im Saarland hochgeschrieben. Der Fokus auf regionale Produkte gepaart mit internationalen Einflüssen lässt Grossartiges entstehen. Wir erklären.

DZT
Im Saarland gibt es genügend Möglichkeiten, gemeinsam anzustossen. - Eike Dubois

Das Wichtigste in Kürze

  • In der saarländischen Küche treffen Bodenständigkeit und Kreativität aufeinander.
  • Grumbeerkichelcher, Dibbelabbes und Co.: Probiere dich durch ortstypische Spezialitäten.
  • Beeindruckender Spitzenküchen-Genuss: 14 Michelin-Sterne verteilen sich auf acht Häuser.

Wer sich ins Saarland begibt, merkt schnell: Der historisch bedingte Einfluss Frankreichs ist gross und heute noch in der Kultur bedeutsam. Besondere Aufmerksamkeit erlangt das Nachbarland auch in der saarländischen Küche.

Die Kombination von französischem Flair und regionalem Fokus ergibt eine moderne Haute Cuisine. Das zeigt sich beim Motto «Saarvoir vivre und Hauptsach gud gess» («Hauptsache gut gegessen»), bei dem französischer Esprit auf saarländische Genusskultur trifft.

Mit viel Leidenschaft, Kreativität und Offenheit für Internationales entstehen so wunderbare Gerichte. Wir zeigen, inwiefern sich das Zusammenspiel von Frankreich und dem Saarland in den Tellern widerspiegelt – und welche Rolle die regionalen Produzenten einnehmen.

Haute Cuisine: Ein Zusammenspiel von Kulturen

Der französische Einfluss ist auch in Saarlands Sterneküchen deutlich spürbar – mit Erfolg! Acht Restaurants mit insgesamt 14 Michelin-Sternen sorgen für ultimative Geschmackserlebnisse der besonderen Art.

Sicher ist: Ein Besuch dieser Restaurants garantiert Genussmomente auf höchstem Niveau. Warum überraschst du also nicht deinen Lieblingsmenschen mit einem aussergewöhnlichen Erlebnis?

Wir stellen zwei Sterne-Restaurants vor.

Das Zwei-Sterne-Restaurant Esplanade Saarbrücken mit Sternekoch Silio Del Fabro vereint eine Vielfalt an kulinarischen Welten. Im Fokus stehen dabei jeweils regionale Produkte aus eigener biodynamischer Landwirtschaft.

So entstehen köstliche Gerichte wie kross auf der Haut gebratener Seesaibling mit Bouchot-, Herz- und Stabmuscheln oder pochiertes Kalbsfilet mit Trüffeljus.

In all seinen Gerichten wird Nachhaltigkeit grossgeschrieben. Silio Del Fabro sagt dazu: «Nachhaltiges Handeln und Genuss schliessen sich in keinster Weise aus – vielmehr sind sie eine perfekte Symbiose und grosse Inspirationsquelle.»

Ein weiterer Sternekoch ist Christian Bau, der im Restaurant Restaurant Victor's Fine Dining in Perl-Nennig sein unverwechselbares Talent zeigt.

Als einer der ersten kombinierte Christian Bau die französische Haute Cuisine mit qualitativ hochwertigen japanischen Produkten.

Seine Küche besteht fast ausschliesslich aus Fisch, Meeresfrüchten und Gemüse. Dabei folgt das ganze Team dem Leitzsatz «Wir wollen unsere Gäste glücklich machen». Dass sie das schaffen, beweisen zahlreiche Erfolge: Das Victor's Fine Dining wurde unter anderem mit drei Michelin-Sternen und fünf roten Hauben im Gault&Millau ausgezeichnet.

Zwar keine Sterne, aber bereits zweimal als «Genussgastwirt» ausgezeichnet: Der Familienbetrieb Wern's Mühle im Ostertal. Auch wurde Wern's Mühle als erstes saarländisches Restaurant in die Slow Food Chef Alliance aufgenommen. Eine grosse Ehre!

Das Restaurant deckt mit seinem Menü eine grosse Palette an Geschmacksrichtungen ab. Nebst gutbürgerlichen Klassikern werden auch vegane Optionen angeboten.

«Genuss Region Saarland»: Kooperation mit Weitblick

Um das Fortbestehen der lokalen Spezialitäten zu sichern und weiterhin regionale Produkte zu fördern, besteht seit 2009 das Netzwerk «Genuss Region Saarland»: Manufakturen, Gastronomen und über 70 Produzentinnen und Produzenten sind Teil dieser Initiative.

Einer der Genuss-Produzenten ist die Bliesgau Ölmühle in Bliesransbach. Seit 2007 stellt die Ölmühle hochwertige regionale Gewürz- und Kräuteröle her. Darunter finden sich Leindotter-, Hanf- und Rapsöl. Der Anbau Ölpflanzen findet um Bliesransbach herum statt.

Tipp: Erkunde bei einem Besuch den Ölschleifenweg und besichtige die Produktionsstätte.

Regionale Spezialitäten für den grossen und kleinen Hunger

Das Saarland zeichnet sich durch regionaltypische Spezialitäten aus, die bereits beim Lesen hungrig machen. Dazu gehört das Traditionsgericht Dibbelabbes: Kartoffeln, Speckwürfel, Lauch und Ei werden in einem gusseisernen Topf – dem Dibbe – gegart oder alternativ in der Pfanne gebraten. So erhält das reichhaltige Gericht eine knusprige äussere Kruste.

Bei einem Besuch im Saarland darfst du dir auch die Grumbeerkichelcher nicht entgehen lassen. Die innen zarten und aussen knusprig gebratenen Kartoffelpuffer können etwa mit Kräuterquark, Lachs oder Pilzen kombiniert werden.

Eine süsse Versuchung, welcher man gerne nachgibt, ist der klassische Quetschekuchen. Die Fruchtwähe mit Zwetschgen kommt nicht nur zum Zvieri auf den Tisch, sondern gerne auch schon als Dessert nach dem Zmittag.

Kennst du die Saarländische Küche?

Und falls du etwas Besonderes zum Anstossen suchst: Viez ist ein alkoholhaltiger Apfelwein, der sich durch seine starke Säure und seinen trockenen, feinherben Charakter auszeichnet. Variationen davon ist etwa der Glühviez oder – eine Alternative zum Glühwein – oder das Merziger Viezsüppchen.

Highlight im Herbst: «Geschmackswochen - Das Saarland tischt auf!»

Exklusive Menüs, kulinarische Events von Winzern, Manufakturen und Spitzenöchen: Die «Geschmackswochen - Das Saarland tischt auf!» dauern vom 1. bis zum 31. Oktober 2026 und begeistern mit Veranstaltungen rund um regionale Saarländische Produkte.

Das Saarland zeigt schön auf, dass sich Tradition und internationale Einflüsse bestens ergänzen. Das gilt übrigens auch für andere Regionen Deutschlands, die das Land zu einer Kulinarik-Hochburg machen.

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