Amnesty-Umfrage: Mehrheit für Entschädigung für WM-Arbeiter

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Deutschland,

In einer repräsentativen Umfrage für die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat sich in Deutschland die Mehrheit für eine Entschädigung von ausländischen Arbeitern durch den Weltverband FIFA ausgesprochen.

Ein Mann mit Schutzhelm und Schutzweste geht über die Baustelle des Lusail Iconic Stadiums.
Ein Mann mit Schutzhelm und Schutzweste geht über die Baustelle des Lusail Iconic Stadiums. - Nikku/XinHua/dpa/Archivbild

In der Befragung durch das Meinungsforschungsinstitut YouGov stimmten 65 Prozent mindestens im Grundsatz zu, dass die FIFA einen Teil der Einnahmen aus der WM dafür verwendet, die Arbeiter zu entschädigen, «die bei der Vorbereitung des Turniers gelitten haben». Befragt wurden 2125 Personen. Die FIFA wies in einer Stellungnahme auf eigene Initiativen zum Schutz der Arbeiter hin.

61 Prozent der in der Umfrage angesprochenen Personen wollen, dass sich der Deutsche Fussball-Bund (DFB) öffentlich zu den Menschenrechtsverstössen in Katar äussert und die Forderung nach Entschädigung unterstützt. Amnesty hatte dazu auch einen an DFB-Präsident Bernd Neuendorf gerichteten «Appelltext» veröffentlicht.

Die FIFA teilte zu der insgesamt in 15 Ländern durchgeführten Umfrage mit: «Die Befragten sind sich möglicherweise nicht in vollem Umfang der Massnahmen bewusst, die die FIFA und ihre Partner in Katar in den letzten Jahren ergriffen haben, um die Arbeitnehmer zu schützen, die an der Durchführung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022 beteiligt sind.»

Katar steht wegen Menschrechtsverstössen und des Umgangs mit Arbeiterinnen und Arbeitern aus anderen Ländern schon lange in der Kritik. In der Vergangenheit war es auch zu tödlichen Unfällen auf den Baustellen gekommen. Die Regierung des Emirats verweist auf eigene Reformen und weist Teile der Kritik zurück.

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