Angeschossener Bundeswehrsoldat wohl lebenslang entstellt

Karin Aebischer
Karin Aebischer

Deutschland,

Bei einer Übung der deutschen Bundeswehr hat ein Polizist aus Versehen einen Soldaten angeschossen. Dieser soll mehr als nur leicht verletzt sein.

Bundeswehr Soldat Polizei
Ein Bundeswehr-Soldat ist während einer Übung aus Versehen von einem Polizisten angeschossen worden. (Symbolbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei einer deutschen Bundeswehr-Übung schossen Polizisten und Soldaten aufeinander.
  • Die Polizei wusste nichts von der Übung und ging deshalb von einem Grosseinsatz aus.
  • Der angeschossene Soldat soll gemäss dessen Anwalt fürs Leben entstellt bleiben.

Bei einer Übung der deutschen Bundeswehr Mitte Oktober wurde ein Soldat im Gesicht verletzt.

Zuvor hatten Anwohner die Polizei gerufen, weil sie vermummte Personen mit Gewehren um eine Scheune schleichen sahen. Die ausgerückte Polizei wurde von der Bundeswehr als Teil der Übung wahrgenommen.

Als sie anschliessend mit harmloser Übungsmunition auf die Beamten schossen, erwiderten diese das Feuer – allerdings mit scharfer Munition.

Ein Soldat wurde angeschossen. Jetzt ist klar, wie es ihm wirklich geht.

Knapp dem Tod entgangen

Ihr Mandant sei keineswegs nur «leicht verletzt», beteuern die Anwälte. Wie es gemäss der «Süddeutschen Zeitung» in offiziellen Angaben heisst, ist der angeschossene Bundeswehrsoldat weiterhin dienstunfähig.

Und noch schlimmer: Er habe eine massive Gesichtsverletzung davongetragen. Dadurch werde er wohl ein Leben lang entstellt bleiben, so ein Anwalt des Betroffenen.

Sein Mandant sei sogar knapp dem Tod entgangen. Wäre der Schuss wenige Millimeter abgewichen, hätte dies ihm wohl das Leben gekostet.

Gegen die Polizisten ist Strafanzeige eingereicht worden wegen versuchten Totschlags und gefährlicher beziehungsweise fahrlässiger Körperverletzung.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Luxy-1

Es wäre an der Zeit dass dort mal ganz oben Köpfe rollen. Das Militär hätte ein Übungsgelände für solche Aktionen und ob die Polizei über die Übung informiert wurde oder nicht, wäre leicht herauszufinden, so dass man das Leck der Kommunikationsweitergabe problemlos erruieren könnte. Aber die Behörden kehren natürlich lieber alles unter den Teppich und machen den Polizisten, Der nur pflichtbewusst im Einsatz war, zum Bauernopfer. Der Fisch stinkt vom Kopf

User #5255 (nicht angemeldet)

Eigentlich müßten die Polizisten eine Auszeichnung bekommen. Denn gegen getarnte Gegener mit Sturmgewehren und militärischer Schutzkleidung: Das kann ein Massaker auf beiden Seiten geben und ist saumäßig gefährlich. Hätte gedacht, das die Polizei, wie sonst übliche, einfach wegläuft.

Weiterlesen

42 Interaktionen
Bei Armee-Übung
Deutsche Bundeswehr
17 Interaktionen
Missverständnis
Militärübung in den Rhein
14 Interaktionen
Am Rhein

MEHR IN NEWS

oeuvray kolumne
7 Interaktionen
Narzissmus-Expertin
a
Crans-Montana
a
Crans-Montana
a
3 Interaktionen
Geldsorgen

MEHR AUS DEUTSCHLAND

8 Interaktionen
Wildberg
2 Interaktionen
Berlin
Notartzt
20 Interaktionen
In deutscher Beiz
21 Interaktionen
Berlin