Das Zustandekommen eines ersten Gesprächs zwischen FDP und Union über eine mögliche Regierungsbildung ist laut FDP-Generalsekretär Volker Wissing noch unklar.
Volker Wissing
Volker Wissing - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • FDP-Fraktionsvize Thomae: Weiss nicht, wen man bei der Union anrufen soll.

«Noch hat die CDU keinen festen Gesprächstermin mit uns vereinbart», sagte Wissing am Mittwochabend im ZDF.

Zuvor hatte FDP erklärt, sie habe das Gesprächsangebot der Union angenommen und einen Termin am Samstag angeboten. Im ZDF sagte Wissing, dieser Termin könne jetzt aber von der Union aus wohl nicht so stattfinden. «Jetzt muss man schauen, wann das genau sein wird», fügte Wissing hinzu. Am Sonntag werde die FDP mit der SPD sprechen.

FDP-Fraktionsvize Stephan Thomae sagte am Donnerstagmorgen im RBB-Inforadio, «wenn wir momentan die Union anrufen wollten, wüsste ich nicht auf Anhieb sicher, welche Telefonnummer ich wählen soll». Die Union habe jetzt «eine schwere Aufgabe» zu meistern. «Von daher warten wir mal ab, wie die Union über diese Klippe kommt, ob sie über die Klippe kommt», sagte Thomae.

«Aber die Union ist nicht raus», betonte der FDP-Politiker zugleich mit Blick auf eine mögliche Zusammenarbeit. Er habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass er eine Jamaika-Koalition für näherliegend für die FDP halte. Es gebe mit der Union mehr inhaltliche Schnittmengen.

Im Poker um die künftige Regierungskoalition hatten sich Grüne und FDP bereits am Dienstagabend zu Vorsondierungen getroffen. Zu den Inhalten des Treffens, an dem neben ihm selbst FDP-Chef Christian Lindner sowie die Grünen-Chefs Annalena Baerbock und Robert Habeck teilnahmen, wollte sich Wissing im ZDF nicht äussern. Als Gemeinsamkeiten zwischen Liberalen und Grünen bezeichnete der FDP-Generalsekretär den hohen Zuspruch zu beiden Parteien unter jungen Wählern.

Mehr zum Thema:

Christian Lindner CDU ZDF SPD FDP