Flixtrain macht DB Konkurrenz: Ein echter Vorteil für Fahrgäste?

Fabia Söllner
Fabia Söllner

Deutschland,

FlixTrain bindet mit dem neuen Fahrplan rund 350 Städte an das eigene Netz an. Das Angebot wächst vor allem durch Kombitickets mit Regionalzügen.

Flixtrain baut die Kooperation mit Partnerbahnen im Regionalverkehr aus. (Archivbild)
Flixtrain baut die Kooperation mit Partnerbahnen im Regionalverkehr aus. (Archivbild) - Rolf Vennenbernd/dpa

Laut «FlixTrain» steigt die Zahl der angebundenen Städte durch die Kooperation mit dem Deutschlandtarifverbund auf etwa 350 Orte. Die Züge selbst fahren rund 50 Ziele direkt an, der Rest erfolgt per Umstieg in Regionalzüge.​

Nach Angaben des Unternehmens ermöglichen die Kombitickets allein 10 Millionen weiteren Menschen Zugang zum Netz. Neu dabei sind unter anderem Kiel, Flensburg, Ludwigshafen sowie mehrere Städte in Bayern.​

Was sich konkret ändert

Im Fernverkehr verdichtet FlixTrain die Takte auf zentralen Korridoren wie Berlin–Frankfurt und Berlin–Stuttgart. Reisende profitieren laut «t-online» von mehr Abfahrten und kürzeren Fahrzeiten, etwa Richtung Basel und Freiburg.​

Bist du schon einmal mit einem Flixtrain gefahren?

Zusätzlich werden neue Direktverbindungen eingerichtet, zum Beispiel eine Relation Hamburg–Stuttgart ohne Umstieg. Damit will das Unternehmen nach eigenen Angaben vor allem preissensible Fahrgäste und Pendler ansprechen.​

Flixtrain: Einordnung durch Experten

Der Verbandschef von Allianz pro Schiene betont, dass der Ausbau auf wirtschaftliche Tragfähigkeit hinweist. Laut «Tagesschau» verweist er darauf, dass sich eigenwirtschaftlicher Fernverkehr nur bei stabiler Nachfrage rechnet.​

Fachleute sehen zudem positive Effekte für die Konkurrenz im Bahnmarkt. Mehr Wettbewerber könnten nach dieser Einschätzung zu günstigeren Preisen und besserem Service führen.​

Rolle des Regionalverkehrs

Nach Angaben von FlixTrain basiert die Verdoppelung der Städtezahl vor allem auf dem Regionalverkehr. Kombitickets verbinden den Fernzug mit zahlreichen nichtbundeseigenen Eisenbahnen im Deutschlandtarifverbund.​

Laut «ZDF» werden damit auch ländliche Regionen und Mittelstädte besser erreichbar. Experten sehen darin einen Beitrag, um Menschen abseits der Metropolen für die Schiene zu gewinnen.​

André Schwämmlein
Flixtrain-Chef André Schwämmlein hat grosse Pläne. (Archivbild) - keystone

Branchenkenner verweisen auf strukturelle Grenzen im Netz. Laut «Tagesschau» hängt jeder Ausbau von freier Trassenkapazität und einer zuverlässigen Infrastruktur der Deutschen Bahn ab.​

Bleiben Sanierungen und Modernisierung hinter den Plänen zurück, kann dies auch Flixtrain-Fahrpläne ausbremsen. Fachleute betonen deshalb, dass Angebotserweiterungen ohne passenden Netzausbau an Wirkung verlieren können.​

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Kommentare

User #3226 (nicht angemeldet)

Für diese Zugfahrten sind nur Randzeiten verfügbar. Keine Störung im normalenNetzbetrieb. Zug der org. haben lange Standzeiten. Fertig

User #4683 (nicht angemeldet)

Die Organisation muss selber ein Gleisnetz bauen. Auf fremden Schienen fahren, und die Fahrgäste melken........! NEIN DANKE...!!!

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