Mittelfinger von Donald Trump bringt Ford-Arbeiter 100'000 Franken
Nach Beschimpfungen zeigt Donald Trump bei einem Werksbesuch bei Ford einem Mitarbeiter den Mittelfinger. Für diesen wurde nun eine Spendenaktion gestartet.
00:00 / 00:00
Das Wichtigste in Kürze
- Donald Trump besuchte am Dienstag das Werk des US-Autobauers Ford.
- Nach einem provozierenden Zwischenruf eines Ford-Mitarbeiters reagiert Trump gereizt.
- Eine Handyaufnahme zeigt, wie Trump die Worte «Fuck you» sagt und den Mittelfinger hebt.
- Nun kamen 125'000 Dollar bei einer Spendenaktion für den Mitarbeiter zusammen.
US-Präsident Donald Trump hat den schmählichen Zwischenruf eines Werkarbeiters denkbar vulgär quittiert.
Wie eine im Internet verbreitete Handyaufnahme zeigte, formte Trump bei einem Werkbesuch am Dienstag (Ortszeit) zweimal deutlich mit dem Mund den Ausdruck «Fuck you» in Richtung des Störers und zeigte den Mittelfinger.
Die Szene ereignete sich laut US-Medien in einer Fabrik des US-Autobauers Ford im US-Bundesstaat Michigan.
Trumps Kommunikationsdirektor Steven Cheung bestätigte der «Washington Post» die Authentizität der Aufnahmen. «Ein Geisteskranker schrie in einem Wutanfall wild Flüche, und der Präsident gab eine angemessene und unmissverständliche Antwort», hiess es in einem Statement des Sprechers, das der Zeitung und weiteren US-Medien vorlag.
Den Berichten zufolge beleidigte der Werkangestellte Trump als «Pädophilen-Beschützer». Befragt von der «Washington Post», bestätigte der mutmassliche Zwischenrufer, dass sich seine Beschimpfung auf Trumps Agieren im Skandal um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bezogen habe.
Eigenen Angaben zufolge wurde der Mitarbeiter infolge des Vorfalls von seiner Arbeit im Werk wegen laufender Ermittlungen freigestellt.
125'000 Dollar innert weniger Stunden
Online stösst die Aktion des freigestellten Mitarbeiters auf Unterstützung: Kurz nach dem Eklat erstellte ein Mann aus South Carolina eine Spendenaktion. Bei dieser kamen innert weniger Stunden ganze 125'000 Dollar (umgerechnet 100’000 Franken) zusammen.
Bei «GoFundMe» schreibt der Initiator Sean Williams: «Bitte helfen Sie uns, Spenden für den Patrioten TJ Sabula zu sammeln! TJ wurde von seinem Arbeitsplatz bei der Ford Automotive Company suspendiert, weil er Präsident Donald J. Trump zu Recht als Beschützer von Pädophilen bezeichnet hat! Lasst uns TJ unterstützen und ihm helfen, einige Rechnungen zu bezahlen (und DJT zwingen, die Trump/Epstein-Akten freizugeben).»
Mitarbeiter spürt «definitiv keine Reue»
Er spüre wegen des Ausrufs «definitiv keine Reue», sagte der 40-jährige Mitarbeiter der «Washington Post». Er mache sich allerdings Sorgen um die Zukunft seines Jobs und fürchte auch «politische Vergeltung», weil er Trump «vor seinen Freunden blamiert» habe.




















