Human Rights watch

    Human Rights Watch: WM potenzielle Menschenrechtskatastrophe

    Keystone-SDA
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    USA,

    Human Rights Watch warnt vor massiven Menschenrechtsproblemen bei der kommenden Fussball-WM. Besonders der Umgang mit Minderheiten und der Einsatz von ICE sorgen für Unsicherheit.

    atlanta
    Fussball-WM 2026: Das Stadion in Atlanta. - keystone

    Für Human Rights Watch ist die Fussball-WM in den USA, Mexiko und Kanada «eine potenzielle Menschenrechtskatastrophe». Das sagt Minky Worden als Direktorin der Menschenrechtsorganisation mit Blick auf die Vereinigten Staaten. Die WM sollte einen Bruch mit der jüngeren Vergangenheit darstellen und von einem Menschenrechtsrahmen geleitet werden, betonte Worden im Interview bei «ntv.de»: «Aber ich kann definitiv sagen, dass die WM zwar immer noch die grösste sein mag, aber sie wird nicht die beste in Bezug auf die Menschenrechte werden.»

    Die WM sei von unglaublich viel Unsicherheit umgeben, so Worden. Sie spricht dabei die umstrittene US-Einwanderungsbehörde ICE an, die bei der WM die Durchsetzung der Sicherheitsmassnahmen tragen könnte. «ICE, eine Art paramilitärische Polizei, betreibt eine brutale, menschenverachtende Politik, selbst bei Menschen, die das Recht haben, in den Vereinigten Staaten zu bleiben», sagte Worden.

    Welche Rolle ICE spielen wird, ist aber unklar. Zuletzt hatte Rodney Barreto als stellvertretender Organisationschef von Miami betont, die Zusage von US-Aussenminister Marco Rubio erhalten zu haben, dass bei Spielen der Fussball-WM keine ICE-Beamten im Stadion sein werden.

    Nach Ansicht von Worden zeigt sich aber, wie sich ein Kulturkrieg von US-Präsident Donald Trump auch bei der WM abspiele. «Etwa bei den fehlenden Menschenrechtsmassnahmen der Ausrichterstädte. Sie sollten eigentlich den Schutz von Minderheiten und schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen, einschliesslich LGBT-Personen, gewährleisten. Aber von den vier veröffentlichten Aktionsplänen erwähnt in den USA nur der von Atlanta LGBT-Rechte», so die Aktivistin.

    Der Weltverband FIFA habe diesbezüglich im Vorfeld versagt, prangert Worden an und nennt den bei der WM-Auslosung vergebenen Friedenspreis an Trump als Beispiel. «Hierbei handelt es sich um eine Form der Korruption. Das ist eine erfundene Sache, um einem Mann zu schmeicheln, der nicht für Frieden, sondern für die gewaltsame Unterdrückung der Amerikaner, Bombardierungen ausserhalb des Staatsgebiets und Kriege im Ausland steht.»

    Die FIFA hat Menschenrechtsvorgaben in die Bewerbungsverfahren für Wettbewerbe integriert und nennt Menschenrechte als strategisches Ziel.

    Kommentare

    User #6429 (nicht angemeldet)

    Bei Fussball und Eishockey werden die Menschenrechte mit Füssen getreten. Menschenhandel und Sklavenarbeit ist dort an der Tagesordnung, obwohl von der UNO schon lange verboten.

    User #4152 (nicht angemeldet)

    Können wir nicht endlich einmal diesen NGO-Sumpf trockenlegen? Kein Problem, wenn sie ehrenamtlich arbeiten oder sich mit Spenden von Privatpersonen finanzieren. Es ist aber unglaublich, wie viele Spenden und Beiträge von staatlichen Organisationen kommen (oder von anderen NGOs, die ihrerseits staatlich gefördert werden). Das ist ein ganzes Ökosystem, das mit Steuergeldern finanziert wird, ohne dass wir jemals darüber abgestimmt haben.

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