Coronavirus

    Landkreise fordern vor Bund-Länder-Gipfel Corona-Impfpflicht in Pflegeheimen

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    Deutschland,

    Vor dem Corona-Krisentreffen von Bund und Ländern haben die Landkreise die rasche Einführung einer Impfpflicht für Beschäftigte in Pflegeheimen gefordert.

    Impfung in der Stuttgarter Stephanuskirche
    Impfung in der Stuttgarter Stephanuskirche - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Neben Pflegepersonal auch Köche und Reinigungskräfte einbeziehen.

    Es sei «höchste Zeit für eine Impflicht für bestimmte Berufsgruppen», sagte der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Donnertag. Dies sei «in Anbetracht von 15 Millionen ungeimpften Menschen, einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 300 und einer sich regional zuspitzenden Situation» erforderlich.

    Der Landkreispräsident forderte, bei der Impfpflicht neben dem Pflegepersonal auch die übrigen Angestellten wie Köche oder Reinigungskräfte einzubeziehen. Auch sie spielten eine Rolle im Infektionsgeschehen, sagte Sager.

    Auch der Dachverband Deutscher Pflegerat forderte eine Impfpflicht für alle Beschäftigten von Pflegeheimen und Krankenhäusern. Eine Impfpflicht nur für bestimmte Berufsgruppen wie Mediziner oder Pflegekräfte sei der falsche Weg, sagte Verbandspräsidentin Christine Vogler der «Wirtschaftswoche». «Man sollte bedenken, dass in Einrichtungen oft die Hälfte oder mehr als die Hälfte der Beschäftigten in der Pflege keine Fachkräfte sind.» Sie seien angelernt oder Aushilfen und würden von einer Impfvorgabe daher nicht erfasst.

    «Wenn wir über Impfpflichten sprechen, müssen wir grundsätzlich über alle sprechen, die in den Einrichtungen arbeiten», forderte Vogler. «Jede und jeder, der da täglich hineingeht, ist mit den anderen direkt oder indirekt in Kontakt. Das gilt für Mediziner, Pflegekräfte, Hilfskräfte, Hausmeister, Küchenbeschäftigte oder das Reinigungspersonal.» Vogler wies darauf hin, dass es bereits Impfvorgaben gebe, die schnell als Vorbild dienen könnten. So müsse Personal in Krankenhäusern etwa einen Hepatitisschutz nachweisen.

    Am Donnerstag kommen die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) zusammen, um über einen einheitlichen Kurs insbesondere bei 3G- und 2G-Regeln sowie bei Auffrischungsimpfungen zu beraten.

    Landkreispräsident Sager sagte, er erwarte von dem Treffen «entschlossenes Handeln». Die Politik müsse der Bevölkerung «eine klare Vorstellung davon vermitteln, was in diesem Winter auf sie zukommt.» Zudem erwarte er von der Politik «eine konsequente Booster-Kampagne. Das duldet keinen weiteren Aufschub», sagte Sager.

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