EU

Frankreich droht Ungarn wegen «homophoben» Gesetzes mit EU-Sanktionen

AFP
AFP

Frankreich,

Frankreich hat Ungarn im Streit um ein Homosexuellen-Gesetz mit EU-Sanktionen gedroht.

Frankreichs EU-Staatssekretär Clément Beaune
Frankreichs EU-Staatssekretär Clément Beaune - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Beaune: «Wir haben dazu Mittel auf europäischer Ebene».

Der im Juni verabschiedete Text sei «ein sehr schlimmes homophobes Gesetz», sagte EU-Staatssekretär Clément Beaune am Freitag dem Sender BFM-TV. «Dafür kann und muss es juristische oder auch finanzielle Sanktionen geben.»

Niemand dürfe ein Gesetz verabschieden, das die Prinzipien Europas missachte, die Gleichheit, Freiheit und Nicht-Diskriminierung. «Wir haben dazu Mittel auf europäischer Ebene», sagte Beaune, der sich im vergangenen Jahr offen zu seiner Homosexualität bekannt hat.

In Ungarn war im Juli ein Gesetz in Kraft getreten, das «Werbung» für Homo- und Transsexualität verbietet. Dies betrifft auch Bücher oder Filme zu diesem Thema. Sie müssen mit dem Hinweis «Verboten für unter 18-Jährige» versehen werden, Filme dürfen nicht mehr zu Hauptsendezeiten ausgestrahlt werden.

Die EU hatte dieses Gesetz massiv kritisiert. Das EU-Parlament betonte, das Gesetz sei ein weiteres Beispiel dafür, «dass der graduelle Rückbau der Grundrechte in Ungarn bewusst und vorsätzlich vorangetrieben wird». Ungarns rechtsnationalistischer Regierungschef Viktor Orban lehnte eine Rücknahme des Gesetzes indes ab und warf der EU im Gegenzug eine «beispiellose Kampagne» gegen sein Land vor.

Kommentare

Weiterlesen

sdf
13 Interaktionen
«Verschärft»
titlis
20 Interaktionen
Vor Gondelabsturz

MEHR IN POLITIK

Havanna
5 Interaktionen
Rom
Vera Çelik
Expertin ordnet ein
58 Interaktionen
Bern

MEHR EU

gotthard
55 Interaktionen
Brüssel
Orban
69 Interaktionen
Brüssel/Budapest
von der leyen
38 Interaktionen
Brüssel
soziale medien
10 Interaktionen
Tiktok & Co.

MEHR AUS FRANKREICH

Frankreich
20 Interaktionen
Toulon
16 Interaktionen
Paris
Ölverbrauch
12 Interaktionen
Paris