Donald Trump

    Experte: «Donald Trump verspricht keinen Regime-Wechsel»

    Riccardo Schmidlin
    Riccardo Schmidlin

    USA,

    Donald Trump setzt auf Angriffe, ohne klaren Regime-Wechsel im Iran zu versprechen. So lautet die Einschätzung von Sicherheitsexperte Peter Neumann.

    Donald Trump
    Donald Trump könnte sich bereits nach wenigen Tagen aus dem Iran-Krieg zurückziehen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die USA und Israel haben den Iran angegriffen.
    • Trump verspricht laut einem Experten aber keinen Regime-Wechsel im Iran.
    • Sicherheitsexperte Neumann glaubt, Trump habe sich eine Hintertür offen gelassen.

    Irans Oberhaupt Ali Chamenei ist bei einem israelisch-amerikanischen Angriff getötet worden. Kippt nun das Terror-Regime in Teheran?

    Sicherheitsexperte Peter Neumann vom King’s College London sieht in Trumps Iran‑Strategie kein klares Versprechen auf einen Machtwechsel. Der Präsident habe bereits eine Exit-Strategie.

    Wird das iranische Regime jetzt stürzen?

    Im Podcast «Ronzheimer» sagt Neumann: «Ich glaube, wenn man genau zuhört, verspricht er keinen Regime‑Wechsel.»

    Trump sage nur: «Mit diesem Angriff schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass das iranische Volk die Macht übernehmen kann. Und dann viel Glück damit. Wir sind dann nicht dafür verantwortlich, was daraus wird.»

    Donald Trump: «Das wird Ihre Chance sein»

    In seinem Video‑Statement nach Beginn der Angriffe wandte sich Donald Trump an die iranische Bevölkerung: «Wenn wir fertig sind, übernehmen Sie Ihre Regierung. Sie wird Ihnen gehören. Dies wird wahrscheinlich Ihre einzige Chance seit Generationen sein.»

    Neumann skizziert für Trump ein mögliches Szenario, nach dem der Präsident nach wenigen Tagen sagen könnte: «Ok, die Geschichte ist jetzt zu Ende, was uns angeht»

    Peter Neumann Donald Trump
    Peter Neumann glaubt, Donald Trump habe bereits eine Exit-Strategie geplant. - keystone

    Der Experte erwartet, dass der Iran den innenpolitischen Druck auf Trump erhöhen wird: «Ein oder zwei erfolgreiche Schläge auf US-Militärbasen, die 10, 20 Soldaten töten, sind bereits genug, um Trump innenpolitisch unglaublich in eine Bredouille zu bringen. Und ihn in einen Konflikt zu ziehen, den er gar nicht so geplant hat.»

    Kommentare

    User #3081 (nicht angemeldet)

    Arme IranerInnen die bombigen Regimewechsel im Irak, Lybien, Afghanistan sind noch nicht so lange her !

    User #1923 (nicht angemeldet)

    Überragend, der selbsternannte Friedenspräsident!

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