Donald Trump will Presseraum im Weissen Haus zu Pool umbauen
Geht es nach Donald Trump, sollen bald alle Journalisten aus dem Weissen Haus verbannt werden. Der Presseraum soll stattdessen zu einem Pool umgebaut werden.

Das Wichtigste in Kürze
- Laut Medienberichten will Donald Trump alle Journalisten aus dem Weissen Haus verbannen.
- Den Presseraum will der US-Präsident offenbar zu einem Pool umbauen.
- Wie das aussehen soll, zeigte er kürzlich auf Truth Social.
US-Präsident Donald Trump erwägt Medienberichten zufolge den Ausschluss aller Journalisten aus dem Weissen Haus.
Stattdessen habe er vorgeschlagen, den Presseraum des Gebäudes zu einem Schwimmbad umzubauen. Das berichtete die «New York Times» am Dienstag (Ortszeit) unter Berufung auf Mitarbeiter des Weissen Hauses.
Seit seiner ersten Amtszeit (2017-2021) spiele Trump immer wieder mit dem Gedanken, Journalisten vollständig aus dem Weissen Haus auszuschliessen. Das berichtete auch das «Wall Street Journal» vor einigen Wochen unter Berufung auf mehrere Regierungsvertreter.
Donald Trump hat schon eine Pool-Vision
Ende September postete Trump auf seiner Plattform Truth Social eine Fotomontage des derzeitigen Presseraums und eines pompösen Schwimmbads. Ob es bereits konkrete Pläne für einen Umbau gibt, war zunächst nicht bekannt.
Der Presseraum wurde den Berichten zufolge 1970 über einem von dem früheren Präsidenten Franklin Roosevelt aus Gesundheitsgründen genutzten Pool errichtet. Er dient als Ort für regelmässige Pressekonferenzen.

In einem an den Saal angeschlossenen Büroraum arbeiten Journalisten, die über eine Akkreditierung für die Berichterstattung im Weissen Haus verfügen.
Die Verbannung der Medien und der Umbau des Presseraums hätten eine «hohe symbolische Bedeutung», hiess es in der «Times». Dies, da die räumliche Nähe der Presse zum Präsidenten traditionell als Anerkennung der Bedeutung einer freien Presse gelte.
Zugang für Medien wird immer weiter eingeschränkt
Trump hatte im September die Sender CNN, MS NOW und das Medienhaus «Politico» aus dem Weissen Haus verbannt.
Die Medien klagten daraufhin und werfen der Regierung unter anderem vor, sie wegen ihrer Berichterstattung zu bestrafen. Damit verstosse die Regierung unter Donald Trump gegen die Pressefreiheit.
Ein Bundesrichter ordnete vorübergehend die Wiederherstellung ihrer Presseausweise an, eine endgültige Entscheidung steht aber noch aus.
Pressefreiheit in den USA bedroht
In seiner zweiten Amtszeit geht Trump mit zunehmender Härte gegen missliebige Medien vor. Mit verschiedenen Massnahmen versucht er, den Zugang unabhängiger Medien zu beschränken.

So wurde die Zusammensetzung des sogenannten Presse-Pools des Weissen Hauses geändert. Dadurch verloren Agenturen wie Associated Press (AP), Reuters und Bloomberg ihre festen Plätze.
Ausserdem verklagte Trump verschiedene Medien wegen deren Berichterstattung auf hohe Strafzahlungen. Journalisten beleidigt er häufig, wenn ihm die von ihnen gestellten Fragen nicht gefallen. Kritiker sehen die Pressefreiheit in den USA bedroht.
















