Zwei frühere Bundeswehrsoldaten sollen versucht haben, eine 150-Mann-Söldnertruppe zu bilden. Sie stehen nun vor Gericht.
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Kämpfer im Jemen - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei Ex-Bundeswehrsoldaten stehen in Deutschland vor Gericht.
  • Sie hatten versucht, eine Söldnertruppe zu bilden, um damit im Jemen einzugreifen.

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen zwei frühere Bundeswehrsoldaten erhoben. Diese sollen versucht haben, eine hundert bis 150 Mann starke Söldnertruppe unter ihrem Kommando zu bilden.

Damit hätten sie völkerrechtswidrig in den Bürgerkrieg im Jemen eingreifen wollen, erklärte die Behörde am Donnerstag in Karlsruhe. Arend-Adolf G. und Achim A. hätten die Botschaften einer Wahrsagerin als Handlungsanweisung verstanden und zudem finanzielle Interessen verfolgt.

Opfer wurden in Kauf genommen

Laut Bundesanwaltschaft wollten die beiden mit ihrer Truppe Teile der von Huthi-Rebellen kontrollierten Gebiete erobern. Die Angeschuldigten nahmen laut Staatsanwaltschaft damit zwangsläufig Tötungshandlungen im Rahmen von kriegerischen Auseinandersetzungen sowie zivile Verluste in Kauf. Finanziert werden sollte das Ganze möglichst durch Saudi-Arabien, die kontaktierten Stellen des Landes hätten aber nicht reagiert.

Zur Umsetzung des Vorhabens sei es auch deswegen nicht gekommen, weil die beiden Männer im Oktober festgenommen worden seien. Die Bundesanwaltschaft erhob Anklage wegen der versuchten Gründung einer terroristischen Vereinigung. Darüber muss nun das Oberlandesgericht Stuttgart entscheiden.

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