Krieg

    Krieg im Jemen: Golf-Staaten laden Konfliktparteien nach Riad ein

    Keystone-SDA
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    Saudi-Arabien,

    Die Golf-Staaten haben die Konfliktparteien des Kriegs im Jemen, darunter auch die Huthi-Rebellen, zu Gesprächen nach Riad eingeladen. Ziel sei, «das Zerwürfnis zwischen den jemenitischen Brüdern zu heilen», teilte der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrats (GCC) am Donnerstag mit. Bei den einwöchigen Beratungen ab 29. März in Riad sollten die Beteiligten gedrängt werden, einer umfassenden Waffenruhe und Friedensverhandlungen zuzustimmen. Rund 500 Teilnehmer würden eingeladen.

    jemen
    Die Lage im Jemen für die Zivilbevölkerung ist dramatisch. Die Kämpfe dauern nun seit Jahren an. (Symbolbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der GCC umfasst die arabischen Golfmonarchien Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, Bahrain, Oman und Katar.

    Saudi-Arabien kämpft seit 2015 mit Verbündeten an der Seite der Regierung gegen die vom Iran unterstützen Huthis im Jemen und will dort den Einfluss Teherans zurückdrängen. Die Huthis, die das arme Land 2014 überrannt hatten, beherrschen heute weite Teile des Nordens samt der Hauptstadt Sanaa. Seit Monaten laufen im Land unter anderem Kämpfe um die strategisch wichtige Stadt Marib.

    Dass Huthi-Rebellen an den Gesprächen teilnehmen, ist unwahrscheinlich. Die Einladung komme von einem «staatlichen Sponsor des Krieges» und sei deshalb «unlogisch und ungerecht», zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Saba aus Huthi-Kreisen. Jeder Dialog mit einem «neutralen Land, das nicht an der Gewalt gegen den Jemen beteiligt ist», sei aber willkommen. Huthi-Vertreter hatten 2016 an Gesprächen in Kuwait und 2018 in Schweden teilgenommen.

    Alle diplomatischen Bemühungen zur Lösung des Konflikts blieben bisher erfolglos. Der frühere UN-Sonderbeauftragte für den Jemen, Martin Griffiths, bemühte sich darum rund drei Jahre. Seine Nachfolge hat der schwedische Diplomat Hans Grundberg angetreten. Die Verhandlungen kommen auch deshalb nur stockend voran, weil die Rebellen und die international anerkannte Regierung sich uneinig darüber sind, wer die Einfuhr von Gütern und Treibstoff am wichtigen Hafen Hudaida kontrollieren darf.

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