Sydney bestärkt WEF-Sicherheitskräfte in Massnahmen

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Prättigau,

Der Terroranschlag im australischen Sydney hat die Sicherheitskräfte des Weltwirtschaftsforums in Davos in ihren Massnahmen bestärkt. «Solche Ereignisse können überall auf der Welt passieren», sagte der Kommandant der Kantonspolizei Graubünden, Walter Schlegel.

«Das bestehende Grunddispositiv ist stark und sehr tauglich», sagte Walter Schlegel, Kommandant der Kantonspolizei Graubünden zur «Südostschweiz». (Archivbild)
«Das bestehende Grunddispositiv ist stark und sehr tauglich», sagte Walter Schlegel, Kommandant der Kantonspolizei Graubünden zur «Südostschweiz». (Archivbild) - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Deshalb müsse man in Davos vorbereitet sein. «Den Anschlag in Australien hätte man so nicht erwartet», sagte Schlegel in einem Interview mit der «Südostschweiz» vom Dienstag. Am berühmten Bondi Beach in Sydney hatten am 14. Dezember zwei Attentäter beim jüdischen Lichterfest Chanukka auf eine Menschenmenge geschossen. 15 Menschen starben, Dutzende wurden verletzt.

Für das World Economic Forum (WEF) ist die Terrorbedrohung nicht neu. Das Dispositiv in Davos sei seit 25 Jahren konsequent auf Terror ausgerichtet, sagte der Bündner Polizeikommandant. Jedes Jahr würden Verbesserungen in die Sicherheitsplanung einfliessen. Doch sei das bestehende Grunddispositiv «stark und sehr tauglich», sagte Schlegel.

Die Sicherheitslage werde laufend beurteilt. Dafür zuständig sind gemäss dem Polizeikommandanten nebst der Kantonspolizei auch der Nachrichtendienst des Bundes und der Bundessicherheitsdienst. «Die erhöhte Bedrohungslage sagt aus, dass wir uns noch besser auf Einzeltäter und Kleingruppen einstellen müssen, die mit einfachen Mitteln Anschläge verüben können – auch Selbstmordanschläge», sagte Schlegel.

Ausserdem bestehe zum Beispiel die Möglichkeit, dass Drohnen ins Sicherheitsdispositiv eindringen könnten. Seit rund zehn Jahren seien am WEF an verschiedenen Orten Drohnenabwehrsysteme im Einsatz, sagte Schlegel und fügte an: «Wir nehmen immer das Aktuellste und Beste, was auf dem Markt ist.» Auch auf Cyberangriffe sei man seit Jahren vorbereitet.

Obschon das Möglichste getan wird, eine hundertprozentige Sicherheit gibt es laut Schlegel nie. Für die Ausgabe im Januar seien gewisse Unsicherheitsfaktoren «vielleicht grösser als in den Vorjahren», sagte er. Denn noch sei die Teilnehmerliste nicht definitiv.

Die Wahrscheinlichkeit, dass US-Präsident Donald Trump nach Davos reisen wird, ist gemäss dem Kommandanten «ziemlich gross». «Dann ist die Frage, was zieht das nach, welche Staaten, welche Präsidenten kommen noch?», fügte er an.

Ein Besuch von Trump könnte die Sicherheitskosten in die Höhe treiben. Die Sicherheitskosten für das Forum sind in den vergangenen Jahren bereits gestiegen. Für das Jahrestreffen 2025 lagen sie knapp unter dem Kostendach von 9 Millionen Franken. Der Kanton Graubünden bestätigte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA kürzlich einen entsprechenden Artikel der «Südostschweiz».

«Beim Personalbestand sind wir letztes Jahr an der oberen Grenze gefahren», sagte der Bündner Polizeikommandant im aktuellen Interview. Das WEF werde zunehmend von politischen Gästen besucht. Je nachdem, wer nach Davos reist, kann es laut Schlegel zu unterschiedlichen Reaktionen kommen. Demonstrationen bergen gemäss ihm immer ein grosses Risiko, da unklar ist, wie viele Personen daran teilnehmen und welche Absichten sie verfolgen.

Kommentare

User #4501 (nicht angemeldet)

Vielleicht gibt es wenigstens 1 Sicherheitsbeamter in der Schweiz, der richtig trifft.

User #4574 (nicht angemeldet)

Weshalb tragen die Veranstalter die Bedrohungslage so verbissen in die Schweiz?

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