SPD

    Baerbock wirft Union und SPD «Klima-Hasenfüssigkeit» vor

    AFP
    AFP

    Deutschland,

    Grünen-Chefin Annalena Baerbock hat die Kritik ihrer beiden Kanzlerschafts-Konkurrenten am Klimaschutzprogramm der Grünen zurückgewiesen.

    Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock
    Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock - POOL/AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Grünen-Kandidatin: Pariser Klimaabkommen auch für Deutschland bindend.

    Unionskandidat Armin Laschet und SPD-Kandidat Olaf Scholz «müssen begreifen, dass das Pariser Klimaabkommen keine freiwillige Absichtserklärung ist, sondern ein internationaler Vertrag, der auch eine deutsche Bundesregierung bindet», sagte Baerbock den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Samstag. Entsprechend müsse Deutschland handeln. «Vorschläge abzulehnen, ohne selbst welche zu machen, bringt uns keinen Meter voran», fügte sie hinzu.

    Der grossen Koalition warf sie «Klima-Hasenfüssigkeit» vor. Dies gefährde auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands. «Wer immer nur dagegen ist, gefährdet nicht nur die Erreichung der Klimaziele, sondern auch den Industriestandort Deutschland», sagte Baerbock an die Adresse von Laschet und Scholz. «Es ist völlig klar, dass wir mehr Tempo beim Klimaschutz brauchen.»

    Die neue Bundesregierung müsse Klimaschutz für alle Bereiche zum Handlungsmassstab machen, bekräftigte die Grünen-Kandidatin die Vorstellung ihrer Partei. Das von den Grünen angestrebte Klimaschutzministerium müsse «Motor der Veränderung» sein. Die Wirtschaft stehe längst mit klimaneutralen Prozessen und Technologien bereit und erwarte dafür einen politischen Rahmen, um Planungs- und Investitionssicherheit zu haben.

    Baerbock konkretisierte die Pläne ihrer Partei für den Ökostrom-Ausbau. In der ersten Phase einer neuen Regierung müssten die Weichen für den massiven Ausbau der Erneuerbaren Energien gestellt werden. «dazu muss auf jedes neue Dach eine Solaranlage». Zudem müssten zwei Prozent der Landesfläche für Windkraft freigegeben werden. «Das ist nicht nur klimafreundlich, sondern für die Märkte der Zukunft braucht die deutsche Industrie künftig riesige Mengen erneuerbaren Strom», sagte Baerbock.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    schokolade
    24 Interaktionen
    Wie geht das?
    Nnamdi Hockey
    51 Interaktionen
    Nach Mobbing

    MEHR IN POLITIK

    1 Interaktionen
    Teheran/Berlin
    3 Interaktionen
    Bagdad
    3 Interaktionen
    Riga

    MEHR SPD

    Grüne Berlin
    4 Interaktionen
    Für Sondierungen
    Staatsanwaltschat Hannover
    1 Interaktionen
    Hannover
    klingbeil krieg iran
    Berlin

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    102 Interaktionen
    Neue Umfrage
    60 Interaktionen
    Bremen
    Timmy
    Millionen-Klage
    9 Interaktionen
    Unna/Hagen