Die deutsche Sängerin Nina Hagen wird auf einem Fake-Telegram-Konto als Corona-Leugnerin und Antisemitin dargestellt.
Nina Hagen
Die Punk-Sängerin Nina Hagen kann sich nicht gegen Telegram-Account wehren. (Archivbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Nina Hagen wird auf Telegram als Corona-Leugnerin und Antisemitin dargestellt.
  • Der App-Entwickler reagiert nicht auf die Kontaktversuche der Sängerin und Songwriterin.

Von der deutschen «Godmother of Punk» Nina Hagen besteht auf Telegram ein Fake-Konto, das sich als sie selbst ausgibt. Das Konto «Nina_Hagen_Offiziell» hat 6600 Abonnenten und postet neben Videos und Fotos der Sängerin auch Corona-Leugnungs-Theorien. Zudem hat der Account einen Onlineshop verlinkt, der antisemitische Inhalte zeigt.

Die Künstlerin äussert sich im Interview mit «Spiegel» über die Inhalte des Profils: «Die posten Thesen und Slogans unter meinem Namen, die ich verabscheue. Die nehmen Postings, die ich auf Facebook geteilt habe, und editieren sie so, dass alles aus dem Zusammenhang gerissen wird.»

Telegram antworten Nina Hagen nicht

Die 66-Jährige versucht seit längerer Zeit das Konto von Telegram sperren zu lassen – ohne Erfolg. Der Instant-Messaging-Dienst antwortet nämlich nicht auf die Kontaktversuche von Hagens Anwälten.

Nina Hagen: «Die sitzen irgendwo in Dubai und haben keine richtige Firmenstruktur. Das Problem ist also: Mit wem kann ich in diesem Fall verhandeln, wen kann man eigentlich verklagen? Wir werden uns irgendwann an eine andere Stelle wenden müssen, um gegen diese Art von Cyberkriminalität vorzugehen.»

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