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    St. Galler EVP-Kantonsrat organisiert Hilfsgüter für Ukraine

    Keystone-SDA Regional
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    Kroatien,

    Der Krieg in der Ukraine trifft vor allem die zivile Bevölkerung und Familien hart. Der St. Galler EVP-Kantonsrat Hans Oppliger will Soforthilfe leisten. Bereits am Montagabend soll eine erste Ladung mit Hilfsgütern die Ostschweiz in Richtung Ukraine verlassen.

    ukraine konflikt
    Eine ukrainische Familie geht durch den Grenzübergang nach Polen. - dpa

    Die russische Invasion in der Ukraine hat auch dramatische Folgen für die Zivilbevölkerung. «Ich habe einen Kollegen in der Ukraine, den ich mit seiner Familie in die Schweiz holen wollte», sagt Hans Oppliger, der sich im Werdenberg seit 25 Jahren in der Ausbildung von landwirtschaftlichen Praktikantinnen und Praktikanten aus der Ukraine engagiert.

    Noch in der vergangenen Woche habe er für eine Gruppe aus der Ukraine einen Kurs durchgeführt. Die jungen Leute seien jetzt wieder auf verschiedenen Schweizer Bauernhöfen beschäftigt und in Sicherheit.

    Die Familie seines ukrainischen Kollegen habe ihr Heimatland aber nicht verlassen wollen. Sie habe sich in ihrem Keller versteckt. «Der Kollege hat mich stattdessen gefragt, ob ich Hilfsgüter in das Kriegsgebiet bringen könne», sagte Oppliger der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

    Am Montag wurde in der Lokalzeitung nach Material für die Soforthilfe gesucht. «Wir werden seit den frühen Morgenstunden von Angeboten überrannt», so Oppliger. Gesucht werden vor allem Schlafsäcke, Decken und Matten, aber auch Verbandsmaterial und Medikamente.

    Oppliger hofft, dass noch am Montag ein erster Lastwagen vom Landwirtschaftlichen Zentrum Rheinhof in Salez, wo die Hilfsgüter gesammelt werden, losfahren kann. «Schnelle Kanäle zu den betroffen Menschen in der Ukraine sind jetzt ganz wichtig», sagt der Projektleiter.

    In der Hauptstadt Kiew suchten viele Menschen Unterschlupf in den U-Bahn-Stationen, tausende ergriffen die Flucht in Richtung Westen. Die Vereinten Nationen stellen sich auf bis zu vier Millionen Flüchtende ein.

    Der Kanton St. Gallen bereitet eine Hilfslieferung nach Polen vor, bestätigte Jörg Köhler, Leiter des Amt Amt für Militär und Zivilschutz, einen Beitrag im Regionaljournal Ostschweiz von Radio SRF. «Wir wollen nicht auf den Bund warten.» Die Zeit dränge. Die Menschen vor Ort wollten in der Nähe ihrer Heimat bleiben, um nach Kriegsende möglichst rasch wieder zurückkehren zu können.

    Ein Aufruf an die St. Galler Bevölkerung zur Spende von Decken und Schlafsäcken sei bereits erfolgt. Ausserdem würden auch Rettungsbahren, Schutzhelme und Sanitätsmaterial benötigt.

    Ob der Kanton St. Gallen Flüchtlinge aus der Ukraine aufnehme, komme auf das Konzept des Bundes an, erklärte Köhler. «Der Bund wird auf uns zukommen.» Sollten die Unterbringungsmöglichkeiten des Migrationsamtes nicht ausreichen, würden Notunterkünfte eröffnet. «Wir können zusammen mit dem Zivilschutz mehrere hundert Menschen innert zwei Tagen unterbringen und betreuen,» so Köhler.

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