Schweizer Technologie: Pflaster überwacht Risikoschwangerschaften

Swiss Engineering
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Lausanne,

Ein Sensorpflaster aus Lausanne misst Biomarker im Schweiss und soll Risiken früh erkennen.

Das Start-up MoleSense will werdende Mütter mit einem Sensorpflaster medizinisch überwachen.
Das Start-up MoleSense will werdende Mütter mit einem Sensorpflaster medizinisch überwachen. - Istockphoto

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein EPFL-Spin-off entwickelt ein Pflaster zur Überwachung von Schwangerschaften.
  • Sensoren messen wichtige Biomarker direkt im Schweiss.
  • Ziel ist eine frühere Erkennung von Risiken ohne häufige Spitalbesuche.

Fast jede zweite Schwangerschaft in der Schweiz gilt heute als risikoreich. Entsprechend engmaschig müssen werdende Mütter medizinisch überwacht werden. Ein Start-up aus Lausanne will diesen Prozess nun deutlich vereinfachen. Das EPFL-Spin-off MoleSense entwickelt ein smartes Pflaster, das kontinuierlich Daten aus dem Schweiss misst – ganz ohne Nadeln oder invasive Eingriffe.

Was lange unterschätzt wurde: Schweiss enthält zahlreiche Informationen über den Zustand des Körpers. Das Pflaster leitet kleinste Mengen Schweiss durch mikroskopische Kanäle zu Sensoren, die bestimmte Moleküle erkennen – etwa Hormone oder Entzündungsmarker. Diese Signale werden ausgewertet und liefern Hinweise auf Veränderungen im Körper. So könnten Risiken frühzeitig erkannt werden, noch bevor Symptome auftreten.

Kontinuierliche Überwachung statt Einzelmessung

Heute basieren viele Untersuchungen auf einzelnen Tests beim Arzt. Das neue System misst dagegen kontinuierlich. Dadurch lassen sich Entwicklungen besser verfolgen. Die Daten werden mit speziellen Algorithmen analysiert. Sie erkennen Muster und schlagen Alarm, wenn sich Werte ungewöhnlich verändern.

Das Pflaster wird bereits gemeinsam mit Fachleuten in Lausanne getestet. Dabei geht es vor allem um Tragekomfort und Alltagstauglichkeit. In einem nächsten Schritt soll die medizinische Zuverlässigkeit bestätigt werden. Langfristig strebt das Unternehmen eine Markteinführung bis etwa 2029 an.

Die Technologie könnte auch über Schwangerschaften hinaus eingesetzt werden – etwa bei Fruchtbarkeitsbehandlungen oder im Gesundheitsmonitoring. Das Ziel: medizinische Daten einfacher zugänglich machen und gleichzeitig Spitalaufenthalte reduzieren.

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