Rund 150 Angehörige des Spitalbatallions 2 sind am Montag in der Kaserne Moudon VD zum Dienst eingerückt.
Blaue Mützen und Mundschutz: Spitalsoldaten am Samstag in der Kaserne Bière VD.
Blaue Mützen und Mundschutz: Spitalsoldaten am Samstag in der Kaserne Bière VD. - sda - KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Armee hat rund 150 Angehörige des Spitalbatallions 2 einberufen.
  • Die Soldaten unterstützen das Gesundheitswesen und die Logistik.
  • Nach zwei Tagen Training geht es bereits am Donnerstag los mit dem Einsatz.

Die Armeeangehörigen wurden am Montag bei der Kaserne Moudon vom neuen Kommandanten der Territorialdivision 1, Brigadier Mathias Tüscher, sowie von Raoul Barca, Oberstleutnant im Generalstab und Kommandant des Spitalbatallions 2, begrüsst.

Kurzes Training

Ungefähr hundert der Eingerückten werden direkt im Gesundheitswesen arbeiten, die restlichen fünfzig im Bereich der logistischen Unterstützung zum Einsatz kommen - also etwa für Transportdienste, in der Küche oder für Reinigungsarbeiten, wie Barca gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärte.

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Soldaten des Spitalbataillons 5 sind im Frühjahr anlässlich des Zusammenzugs aus verschiedenen Teilen der Schweiz in der Kaserne von Stans zusammengekommen. - dpa

Am ersten Tag wurden die Armeeangehörigen ärztlich untersucht und hatten die Gelegenheit, ihre zweite Impfdosis respektive eine Auffrischimpfung zu erhalten. Bereits jetzt sind die Soldaten gehalten, eine FFP2-Maske zu tragen, ab dem 1. Januar ist dies für sie Pflicht.

Am Dienstag und Mittwoch werden die Armeeangehörigen an einem Kurs ihre Kenntnisse auffrischen, bevor es in den Tagen darauf in den eigentlichen Einsatz geht. Sie werden je nach Einsatzort in Kasernen oder Hotels untergebracht, jedoch überall in oberirdischen Räumen, die gut zu lüften sind, wie die Verantwortlichen betonten.

Impfen und Intensiv-Betreuung

Der Grossteil des Einsatzes in der Romandie betrifft die Unterstützung der Impfkampagne. In einigen Impfzentren werden Soldaten selbst Impfungen verabreichen, in anderen Impfdosen vorbereiten. Zudem geht es bei dem Einsatz um die Unterstützung des Pflegepersonals in den Spitälern und namentlich auf Intensivstationen.

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Das Spitalbataillon 5 unterstützt die Sanität der Rettung Basel-Stadt im März 2020. Foto: Georgios Kefalas - Keystone

Seit Beginn der Pandemie sei es bereits das dritte Aufgebot der Armee, unterstrich Barca. Einige Armeeangehörige hätten in diesem Rahmen schon mehr als hundert Diensttage geleistet. Und obwohl das Einrücken für viele eine Unterbrechung der Ferien, der Festtage oder der Arbeit bedeute, sei die Stimmung relativ gut.

Die 150 neu Eingerückten wurden am Dienstag vergangener Woche per SMS mobilisiert. Sie lösen zum Teil Durchdiener ab, die bereits seit Anfang Dezember in den vier Kantonen im Einsatz stehen. Der Bundesrat hatte am 7. Dezember einen weiteren Armeeeinsatz zur Entlastung des Gesundheitswesens in der Pandemie beschlossen.

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