Die Schweizer Armee mobilisiert 120 weitere Angehörige für den Corona-Einsatz. Zentraler Ort ist dabei die Westschweiz.
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Thomas Süssli, Chef der Armee spricht an einer Medienkonferenz. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Armee schickt 120 weitere Kräfte in den Corona-Einsatz.
  • Die Hilfe kommt vor allem der Westschweiz zugute.

Die Armee hat gemäss Armeechef Thomas Süssli rund 120 weitere Angehörige zu einem Corona-Einsatz aufgeboten. Die Corona-Einsätze der Armee fänden derzeit vor allem in der Westschweiz statt.

Allerdings fehlten bislang französisch-sprechende Armeeangehörige. Bei Pflegeeinsätzen spiele die Sprache aber eine Rolle, sagte Süssli im Interview mit dem «SonntagsBlick».

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Die Piloten der Schweizer Kunstflugstaffel Patrouille Suisse Piloten sind auf dem Weg zum Start des ersten Trainingskurses der Patrouille Suisse seit Beginn der Corona-Pandemie. - Keystone

Aus diesem Grund hätten zusätzliche Angehörige der Armee, die für die Pflege ausgebildet seien, aufgeboten werden müssen. Sie sollten am Sonntag und Montag einrücken. Im neuerlichen Einsatz sei die Armee mit mehr als 300 Freiwilligen gestartet, sagte Süssli.

Mögliche Verlängerung des Kosovo-Einsatzes

Der Armeechef äusserte sich im Interview auch zum Einsatz der Armee im Kosovo. Er wolle im nächsten Jahr das Parlament um Verlängerung des Einsatzes bitten.

Swisscoy-Einsatz
Soldaten der Schweizer Armee im Kosovo. - Keystone

Es sei nicht absehbar, dass die Friedensmission beendet werden könne. Die politische Situation hat sich sogar wieder verschärft.

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