Nidwalden will nach eigenen Angaben rasch die nötigen Kapazitäten schaffen, um der erwarteten Nachfrage nach einer Corona-Auffrischungsimpfung gerecht zu werden. Der Kanton hat deswegen die Armee um Unterstützung gebeten.
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Soldaten des Spitalbataillons 5 sind im Frühjahr anlässlich des Zusammenzugs aus verschiedenen Teilen der Schweiz in der Kaserne von Stans zusammengekommen. - dpa

Weil neu schon nach vier statt nach sechs Monaten nach der zweiten Impfung die dritte Dosis verabreicht werden kann, erwartet der Kanton Nidwalden eine steigende Zahl von Impfwilligen. Die Wichtigkeit des Boosters sei durch die schnelle Ausbreitung der Omikron-Variante noch einmal angestiegen, teilte die Gesundheitsdirektion am Mittwoch mit.

Obwohl das Gesundheitsamt gemäss Mitteilung vorausschauend agiert hat, wird die Personalsuche schwierig. Der Kanton habe deswegen bei der Armee ein Unterstützungsgesuch eingereicht, das auch bewilligt worden sei, hiess es in der Mitteilung. Dies gebe Planungssicherheit für den Ausbau der Impfkapazitäten.

In der Woche ab dem 10. Januar 2022 dürften im Impfzentrum im Alten Zeughaus in Oberdorf deutlich mehr Impftermine angeboten werden können, teilte die Gesundheitsdirektion mit. Ein leichter Ausbau sei aber schon zuvor möglich. Auch Apotheken und Arztpraxen würden Booster anbieten.

Im Impfzentrum, in Arztpraxen und Apotheken sind auch Erstimpfungen möglich. Die Gesundheitsdirektion rät Ungeimpften, sich impfen zu lassen. Die grosse Mehrheit der Covid-19-Patientinnen und -Patienten im Spital Nidwalden sei ungeimpft. Die Intensivstation mit sechs zertifizierten Betten sei nahezu permanent ausgelastet.

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