Menschen mit geringen Einkommen erlitten während der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020 häufiger finanzielle Einbussen als andere.
Geringverdienende bekamen die Folgen der ersten Corona-Welle deutlicher zu spüren als andere. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie. (Symbolbild)
Geringverdienende bekamen die Folgen der ersten Corona-Welle deutlicher zu spüren als andere. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/GAETAN BALLY

Das Wichtigste in Kürze

  • Geringverdiener haben wegen der Corona-Pandemie im Vergleich grössere Einbussen.
  • Die Pandemie hat die finanziellen Ungleichheiten tendenziell verstärkt.

Menschen mit geringen Einkommen erlitten während der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020 häufiger finanzielle Einbussen als andere. Das zeigt eine neue Studie im Auftrag des Bundes.

Das Schweizer Kompetenzzentrum Sozialwissenschaften (Fors) und die Fachhochschule für Soziale Arbeit und Gesundheit in Lausanne untersuchten die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Shutdown auf die Lebensbedingungen.

Die vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) in Auftrag gegebene Studie wurde am Donnerstag veröffentlicht.

Kapitaleinkommen Franken
Aufeinander gestapelte Schweizer Franken. - Keystone

Die Hauptaussage lautet: Menschen mit geringen Einkommen erlitten häufiger finanzielle Einbussen als andere. Ausserdem sahen sie sich öfter den Risiken ausgesetzt, wegen der Krise auf Ersparnisse zurückgreifen zu müssen

«Es kann also davon ausgegangen werden, dass die Pandemie die finanziellen Ungleichheiten tendenziell verstärkt», heisst es in der Zusammenfassung der Studie.

Bei Gedanken an ihre Erfahrungen während der Krise zeigten Geringverdienende öfter körperliche Stressreaktionen. Auch fühlten sie sich häufiger überfordert, ihre Kinder im Fernunterricht zu unterstützen. Insgesamt waren Frauen eher von negativen Gefühlen betroffen als Männer.

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