Die deutschen Exporte in die weltgrössten Volkswirtschaften USA und China sind im Mai dank der Erholung von der Coronakrise kräftig gestiegen.
Ein Schiff am Container Terminal Altenwerder im Hamburger Hafen. Der deutsche Export ist wieder angezogen. Foto: Daniel Reinhardt/dpa
Ein Schiff am Container Terminal Altenwerder im Hamburger Hafen. Der deutsche Export ist wieder angezogen. Foto: Daniel Reinhardt/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die deutschen Exporte wuchsen im Mai im Vergleich zum Vormonat um 40,9 Prozent an.
  • Dieser Zuwachs betrifft nur die Exportgüter, welche in die USA verschifft wurden.
  • Auch das Geschäft mit Grossbritannien zieht wieder an.

Die deutschen Exporte in die weltgrössten Volkswirtschaften USA und China sind im Mai dank der Erholung von der Coronakrise kräftig gestiegen. Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten wuchsen zum Vorjahresmonat um 40,9 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte.

In die Volksrepublik wurden Waren im Wert von 8,4 Milliarden Euro exportiert, ein Plus von 17,7 Prozent. Das Geschäft mit Grossbritannien zieht wieder an: Die Exporte dorthin legten um 44,6 Prozent auf 5,0 Milliarden Euro zu. Ein Jahr zuvor hatte der Aussenhandel noch unter der weltweiten Corona-Rezession gelitten, mit dem Vereinigten Königreich zusätzlich unter der Brexit-Verunsicherung.

Handel mit Drittstaaten deckt 47 Prozent

Insgesamt wuchsen die Exporte in die Staaten ausserhalb der Europäischen Union im Mai um 27,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 48,4 Milliarden Euro. Gemessen am Vormonat April gab es kalender- und saisonbereinigt allerdings einen Rückgang um voraussichtlich 3,0 Prozent. Der Handel mit den sogenannten Drittstaaten deckt durchschnittlich rund 47 Prozent aller deutschen Exporte ab.

Dies sind die Ergebnisse des erst zum zweiten Mal veröffentlichten monatlichen Frühindikators für den Aussenhandel. Damit will das Statistische Bundesamt erste Ergebnisse für Exporte in Nicht-EU-Staaten bereits 20 bis 25 Tage nach Monatsende und damit mehr als zwei Wochen früher als bisher vorlegen.

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