Crans-Montana: Ex-Angestellte hatte Angst vor Wunderkerzen
Nach der Brand-Katastrophe in Crans-Montana konnten sämtliche Todesopfer formell identifiziert werden. Alles Wichtige erfährst du im News-Ticker.
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Das Wichtigste in Kürze
- Die Opfer und Verletzten von Crans-Montana sind mittlerweile alle identifiziert.
- In der Walliser Gemeinde wird nun zunehmend die Schuldfrage immer lauter gestellt.
- Gegen die Betreiber des Lokals wurde eine Strafuntersuchung eröffnet.
- Sicherheitsvorkehrungen und die in der Bar verwendeten Materialien geben zu reden.
Nach der Brand-Katastrophe in Crans-Montana ist den Behörden die formelle Identifikation aller 40 Todesopfer gelungen. Bei rund der Hälfte von ihnen handelt es sich um Schweizerinnen und Schweizer. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Wunderkerzen auf Champagnerflaschen die Decke angezündet haben.
Gegen die Betreiber des Lokals wurde eine Strafuntersuchung eröffnet. Untersuchungshaft wurde keine beantragt. Kurz darauf reichte die Gemeinde Crans-Montana Zivilklage ein.
Gemäss der Staatsanwaltschaft sind unter anderem die Sicherheitsvorkehrungen und die in der Bar verwendeten Materialien Gegenstand der Ermittlungen.
Was bisher geschah, findest du hier. Die neusten Entwicklungen liest du im folgenden Ticker:
Ex-Angestellte: «War mega gefährlich»
21.04: Auf dem französischen Kanal «BFM» hat eine ehemalige Angestellte der Bar Le Constellation über die Praktik mit den Pyro-Kerzen auf den Champagnerflaschen ausgepackt.
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«Das war immer mega gefährlich», erzählte die Frau. «Ich habe mir bei diesen Wunderkerzen immer die Haare zugebunden und gehofft, dass nichts passiert.»
Bar-Chef wollte wegen jugendlichen Gästen kündigen
20.28: Der Vater des schwer verletzten Bar-Chefs des «Le Constellation» hat gegenüber dem Sender «BFMTV» über Mängel gesprochen.
Sein Sohn habe erst Anfang Dezember in der Bar angefangen. Doch: Eine Woche vor Weihnachten habe er sich gemeldet und kündigen wollen.

«Das habe ich nicht erwartet, es gibt zu viele Mängel», soll er erzählt haben. Dem Bar-Chef ein besonderer Dorn im Auge seien die jungen Teenager gewesen, die sich in der Bar aufgehalten hätten.
Auf Druck der Betreiber habe er sich jedoch bereiterklärt, bis zum Jahresende weiterzuarbeiten, berichtet sein Vater «BFMTV». Diesem Wunsch sei sein Sohn schliesslich nachgekommen.
Bar-Besitzer äussern sich zu Tragödie
19.10: Die Betreiber des «Le Constellation» haben sich am Dienstagabend zur Brand-Katastrophe in der Silvesternacht geäussert.
«Keine Worte können die Tragödie, die sich in jener Nacht im Constellation ereignete, angemessen beschreiben. Dieser Ort der Feier verwandelte sich plötzlich in einen Ort des Grauens und der Angst», lassen sie über ihre Anwälte ausrichten, wie der «Blick» schreibt.
«Wir sind am Boden zerstört und von Trauer überwältigt. Unsere Gedanken sind unaufhörlich bei, den Angehörigen der Opfer, den Opfern, die so brutal und viel zu früh aus dem Leben gerissen wurden, und bei all jenen, die um ihr Leben kämpfen.»

Keine Worte könnten wirklich ausdrücken, was Polizei, Rettungskräfte und medizinisches Personal mit Mut, der an Heldentum grenzt, durchgemacht hätten und weiterhin durchmachen würden. Ihnen gelte tiefster Dank und Respekt.
«Wir möchten auch all unseren Mitarbeitern, die von dieser Tragödie schwer betroffen sind, unsere uneingeschränkte Solidarität aussprechen. Wir sind in Gedanken bei ihnen, da uns die laufenden Gerichtsverfahren derzeit einen persönlichen Kontakt untersagen.»

Aus Respekt vor der Zeit der Trauer und des Gedenkens, die diese Tragödie erfordere, und auch aufgrund des aktuellen Ermittlungsstands werde man sich zum jetzigen Zeitpunkt nur in diesem Kontext äussern. Das Besitzerpaar habe vollstes Vertrauen in die Ermittler.
«Sie können sicher sein, dass wir in dieser Hinsicht voll und ganz mit ihnen zusammenarbeiten werden und dass wir nicht versuchen werden, uns in irgendeiner Weise aus der Verantwortung zu stehlen», lässt das Paar verlauten.
«Abschliessend möchten wir uns bei allen bedanken, die uns ihre Unterstützung zugesichert haben. Sie ist für uns von unschätzbarem Wert. Wir werden nun von Frau Yaël Hayat, Frau Nicola Meier und Herrn Patrick Michod unterstützt.»
Italienische Reporter in Crans-Montana eingeschüchtert
18.31: Der italienische Aussenminister Antonio Tajani hat sich überrascht gezeigt über einen Übergriff auf Journalisten des TV-Senders RAI am Montag in Crans-Montana VS. Die Journalisten filmten vor einem Restaurant, das Betreibern der Bar «Le Constellation» gehört. Tajani fordert, dass die Schweizer Behörden für dieses Thema sensibilisiert werden.
«Die Journalisten waren damit beschäftigt, die italienische Öffentlichkeit über die Folgen der Katastrophe zu informieren, die sechs unserer jungen Menschen das Leben gekostet und zahlreiche Verletzte verursacht hat, von denen einige sehr schwer verletzt sind», schrieb Tajani auf der Onlineplattform X.

«Ich habe unsere Botschaft in der Schweiz gebeten, die (schweizerischen) Behörden auf Vorsicht und Wachsamkeit in dieser Angelegenheit aufmerksam zu machen», fügte Tajani hinzu, der zugleich auch Vize-Ministerpräsident Italiens ist.
Er erinnerte ausserdem daran, dass «der Kontext dieser Katastrophe uns dazu bringen muss, den Schmerz eines jeden zu respektieren, aber keinesfalls Akte der Gewalt oder Einschüchterung gegenüber der Presse zulassen darf».
Vier Staatsanwältinnen untersuchen Brandkatastrophe
17.05: Die Strafuntersuchung zur Brandkatastrophe von Crans-Montana VS wird von der Walliser Staatsanwaltschaft auf aussergewöhnliche Weise geführt: Vier Staatsanwältinnen sind mit dem Fall betraut.

«Ein Pool von vier Staatsanwältinnen wurde gebildet», sagte die Walliser Generalstaatsanwältin Béatrice Pilloud am Dienstag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Die stellvertretende Generalstaatsanwältin Catherine Seppey hat die Leitung des Verfahrens übernommen. «Ich behalte den Bereich Kommunikation und internationale Beziehungen», fügte Pilloud hinzu.
Zwei weitere Staatsanwältinnen des Zentralamts vervollständigen dieses Quartett. Alle werden aktiv in die laufenden Ermittlungen eingebunden sein.
Kondolenzbuch hat schon tausende Einträge
15.38: In das vom Bund eröffnete Online-Kondolenzbuch für die Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana VS haben sich bis Dienstag bereits 3000 Menschen mit Beileidsbekundungen eingetragen.
Rund 11'000 weitere Einträge befinden sich noch in der Veröffentlichungsphase.

Das Online-Kondolenzbuch der Bundeskanzlei steht seit Samstag allen offen, die der Opfer gedenken und ihr Mitgefühl ausdrücken möchten.
1300 Anrufe und 280 E-Mails auf Helpline
15.28: Die im Zusammenhang mit dem Brandereignis in Crans-Montana VS eingerichtete Helpline der Kantonspolizei Wallis wurde eingestellt. Das teilten die Behörden heute Dienstag mit.
Die Tätigkeit der Helpline konzentrierte sich primär auf die Identifizierung und Lokalisierung von Personen, die von ihren Angehörigen als vermisst gemeldet worden waren, sowie auf die Wiederherstellung des Kontakts mit ihrem Umfeld.
Seit ihrer Aktivierung hätten sich 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abgelöst, um einen durchgehenden Betrieb rund um die Uhr sicherzustellen, schreibt die Kantonspolizei.
Insgesamt wurden seit der Inbetriebnahme 1'300 Telefonanrufe und 280 E-Mails bearbeitet.
Baume-Schneider: «Stolz, wie alles organisiert worden ist»
13.48: Nun kommt auch Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider zu Wort: «Ich bin stolz, wie alles organisiert worden ist.»
Das Gesundheitspersonal habe unglaublich viel geleistet, sagte Baume-Schneider. Im Namen des Bundesrats, der Kantone und der Bevölkerung wolle sie ihre Dankbarkeit zum Ausdruck bringen, auch für die Angehörigen der Rettungskräfte.

«Kein Land ist in der Lage, sich um so viele Verletzte in so kurzer Zeit zu sorgen», sagte Baume-Schneider an die Adresse von Kritikerinnen und Kritikern, die das Schweizer Gesundheitssystem am Anschlag gesehen haben.
«Ja, wir waren und sind angewiesen auf die Hilfe im Ausland.» Das heisse aber nicht, dass die Strukturen in der Schweiz schlecht seien.
Derzeit werden laut der Gesundheitsministerin 46 Verletzte im Ausland behandelt. Es werde diskutiert, wie man Angehörigen helfen könne, deren Kinder weit weg von zu Hause im Spital sind.
Das «immense Drama» werde Spuren hinterlassen, sagte die Gesundheitsministerin weiter.
Spital Sitten VS: Noch vier Schwerverletzte in Behandlung
13.41: Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana sind am Dienstag zwölf Schwerverletzte in den Walliser Spitälern in Behandlung gewesen. «Die Angehörigen müssen eine unmögliche Situation stemmen», sagte Spitaldirektor Eric Bonvin.
Am Standort Sitten waren am Dienstag noch vier Schwerverletzte in Behandlung. Diese seien nun langsam dabei, ihre körperlichen Funktionen zurückzuerlangen. «Wir haben sehr grosse Hoffnungen für sie», sagte er.

Der Kanton sei nach wie vor mit der Katastrophe konfrontiert, fügte der Walliser Spitaldirektor an und sprach dem Gesundheitspersonal seine Anerkennung aus.
«Sie erwachen aus einem Albtraum.» Die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Teams zeichne den Kanton aus.
Walliser Staatsrat Reynard lobt Rettungskräfte
13.24: Der Walliser Staatsrat Mathias Reynard hat den Rettungskräften gedankt für ihr grosses Engagement nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana.
Am Dienstag trat er, unter anderem mit Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider, im Spital Sitten VS vor die Medien. «Ohne ihren Einsatz hätte das Feuer noch mehr Todesopfer gefordert», sagte er.

Die Professionalität, Solidarität und Menschlichkeit der Rettungskräfte habe Leben gerettet, sagte Reynard.
Laut dem Gesundheitsdirektor des Kantons ist das Spital an seine Kapazitätsgrenzen gestossen. Es handle sich um ein Ereignis, wie es das Wallis noch nie gekannt habe. «Jeder Tote ist einer zu viel», sagte Reynard, «aber ohne das Engagement der Rettungskette wären es noch mehr Tote gewesen».
Opferanwalt kritisiert Gemeinderat
13.09: Rechtsanwalt Romain Jordan kritisiert gegenüber dem Sender RTS die Aussagen des Gemeindepräsidenten, wonach die Gemeinde auch Opfer und geschädigt sei.
Seine Mandanten würdigten zwar die Bemühungen der Gemeinde um Transparenz, hätten jedoch «mit Bestürzung» die am Dienstag bekannt gegebenen Informationen zur Kenntnis genommen, schreibt Rechtsanwalt Jordan in einer Stellungnahme, die dem Sender vorliegt.

Er fügt hinzu, dass «die erschreckende Anzahl von Verstössen und Mängeln bei den Kontrollen die Frage einer Untersuchung der Gemeinde umso dringlicher macht».
Dass die Gemeinde versuche, sich als Opfer darzustellen bedeute, den wahren Opfern der Tragödie ihren Status zu nehmen. Das sei «inakzeptabel.»
Er bedauert zudem das Ausbleiben einer Entschuldigung.
FC Lutry trauert um Mitglieder
11.45: Unter den Opfern der Brand-Tragödie in Crans-Montana VS befinden sich auch sieben junge Menschen, die in Verbindung mit dem FC Lutry standen. So schreibt es der Fussball-Verein aktuell auf Facebook.
«Sie trugen unsere Farben, teilten die Umkleidekabinen, das Lachen, die Anstrengungen und die Träume», so der Verein in einer emotionalen Mitteilung.

Weitere fünf Jugendliche, die ebenfalls in Verbindung mit dem Verein stehen, würden noch immer um ihr Leben kämpfen.
Der Verein spricht sein Beileid aus. Dieses gelte «allen, die sie geliebt haben». Man stehe den Familien und Angehörigen mit Respekt, Hoffnung und Solidarität zur Seite. «Wir sind von ganzem Herzen bei ihnen.»
EDA versendet Einladungen für Gedenkzeremonie an 35 Länder
11.18: Für die Gedenkzeremonie nach dem verheerenden Brand in Crans-Montana hat die Schweiz 35 Länder eingeladen. Darunter seien die direkt von der Tragödie betroffenen Staaten sowie diejenigen, die ihre Hilfe angeboten hätten, so das Aussendepartement.

In diesem Zusammenhang seien insbesondere Einladungen an Frankreich und Italien verschickt worden.
Dem Trauertag vom Freitag werde «bewusst eine internationale Dimension verliehen», teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf Anfrage von Keystone-SDA mit.
Walliser Regierung will Brand-Opfer finanziell unterstützen
10.36: Die Opfer des Dramas von Crans-Montana sowie ihre Familien werden eine finanzielle Unterstützung erhalten.
Dies gab der Walliser Staatsrat am Dienstag nach einer ausserordentlichen Sitzung bekannt. Die Modalitäten dieser Unterstützung müssen noch festgelegt werden.
Die Walliser Regierung will die vom Brand in Crans-Montana VS betroffenen Familien finanziell und administrativ unterstützen, insbesondere durch die Opferhilfe-Beratungsstellen gemäss dem Bundesgesetz über die Hilfe für Opfer von Straftaten.

Die Regierung beabsichtigt zudem, den verschiedenen Einsatzteams, die im Rahmen dieses Dramas tätig waren, Hilfe zu leisten. Menschen, die psychologische Unterstützung brauchen, sollten überall dort Hilfe bekommen , wo diese benötigt werde, hiess es in der Mitteilung.
Was die Schulen betrifft, so wurde ein Team von auf Notfälle spezialisierten Psychologen mobilisiert. Um die zahlreichen Helfer, die mit diesem Ereignis konfrontiert sind, zu unterstützen, werden zusätzliche personelle und finanzielle Mittel benötigt
Der Staatsrat hat beschlossen, alle Einsatzteams zu unterstützen und ihnen eine koordinierte Lösung anzubieten. Diese wird in Absprache mit den verschiedenen betroffenen Partnerinnen und Partnern festgelegt und umgesetzt.
Termine für Blutspenden im Wallis ausgebucht
10.30: Nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana sind viele Termine für Blutspenden im Wallis und der Waadt ausgebucht. Brandopfer brauchen Blutspenden, um den Kreislauf zu stabilisieren oder den Sauerstofftransport sicherzustellen.
In den kommenden Wochen sind aufgrund der grossen Solidaritätsbekundung in den Westschweizer Kantonen Waadt und Wallis viele Termine ausgebucht, wie eine Sprecherin der Blutspende des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) am Dienstag gegenüber Keystone-SDA sagte.

Einen akuten Aufruf zum Blutspenden lanciert das SRK derzeit aber nicht. «Die Blutversorgung ist in der Schweiz aktuell sichergestellt», teilte die Sprecherin mit.
Die Lagerbestände seien nach der Katastrophe zusammen mit den regionalen Blutspendediensten aufmerksam überwacht worden.
Das SRK erinnert daran, dass es bei den Blutspenden auf langfristige Unterstützung angewiesen ist, weil die Produkte nur begrenzt haltbar sind.
Gedenkfeier für die Opfer in Martigny VS
10.10: Die Gedenkfeier für die Opfer des Brandes in Crans-Montana wird am Freitag in Martigny VS stattfinden. Der Grund dafür sind die für das Wochenende erwarteten Schneefälle und Sicherheitsbedenken.
Die Vorbereitungen für diese Zeremonie, die anlässlich eines nationalen Trauertages stattfinden wird, «sind im Gange», wie der Staat Wallis am Dienstag in einem Communiqué mitteilte. Der offizielle Teil beginnt um 13.45 Uhr im Ausstellungs- und Versammlungszentrum von Martigny (CERM).
Für die Bevölkerung von Crans-Montana wird auf Anmeldung eine Übertragung der Zeremonie im Kongresszentrum Le Régent organisiert, «um an diesem Tag der nationalen Trauer einen Moment der Besinnung und der Solidarität zu teilen», so die Mitteilung weiter. Um 14.00 Uhr werden alle Schweizer Kirchenglocken fünf Minuten lang läuten.
Gemeinderat gesteht Lücke bei Brandschutz-Kontrollen
09.45: Heute um 10 Uhr informiert der Gemeinderat von Crans-Montana die Öffentlichkeit. Nun ist bereits via «Blick» durchgesickert: Die Gemeinde gibt doch Versäumnisse bei der Brandschutzkontrolle zu.
Sie schreibt in einer Medienmitteilung: «Nach dem Brand in der Bar Le Constellation hat die Gemeinde Crans-Montana sämtliche Unterlagen analysiert, die der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis übermittelt wurden.»

«Während im Jahr 2025 allein auf Gemeindegebiet über 1400 Brandschutzkontrollen durchgeführt wurden, bedauert der Gemeinderat zutiefst, ein Lücke bei den periodischen Kontrollen dieses Betriebs im Zeitraum von 2020 bis 2025 festgestellt zu haben.»
Die Brandschutzbestimmungen wurden in den Jahren 2016, 2018 und 2019 kontrolliert, wie der Gemeinderat am Dienstag mitteilte.
Bei diesen Kontrollen seien «konkrete Änderungen» gefordert worden. Was diese Änderungen beinhalten, präzisierte der Gemeinderat in der Mitteilung nicht.
Walliser Gemeinden sind mit Brandschutzkontrollen «überfordert»
07.31: Bis letztes Jahr war in Zermatt VS nur eine Person für die Brandschutzkontrollen zuständig. Nun sei eine weitere angestellt worden, sagte die Zermatter Gemeindepräsidentin Romy Biner in der Sendung «Heute Morgen» vom Dienstag.
Gegenüber «SRF» gaben Biner und ein Brandschutzexperte an, dass im Kanton Wallis viele Gemeinden mit den Brandschutzkontrollen überfordert seien.

Nach der Katastrophe von Crans-Montana wolle man die Bestimmungen für den Brandschutz nochmals neu anschauen. «Wenn ich da die Gemeinderessourcen anschaue, und da spreche ich sicher auch für andere Gemeinden, ist es oftmals ein Ressourcenproblem», sagt Biner.
Neu arbeite man mit der Berner Gebäudeversicherung zusammen.
Strafanzeige gegen unbekannte Amtsträger
02.45: Bei der Staatsanwaltschaft Wallis ist eine Strafanzeige gegen unbekannte Amtsträger der Gemeinde eingegangen. Die Anzeige, die dem Magazin «Der Spiegel» vorliegt, lautet auf fahrlässige Tötung, schwere Körperverletzung und das Verursachen einer Feuersbrunst.
Der einreichende Jurist – selbst nicht direkt betroffen – wirft den Behörden Versäumnisse beim Brandschutz vor. Genannt werden unter anderem seltene Kontrollen, die Duldung von Pyrotechnik in Innenräumen, der Einsatz leicht entflammbarer Materialien sowie unzureichende Fluchtwege.

Laut Anzeige habe aus dem Keller lediglich eine schmale Treppe ins Freie geführt, was möglicherweise gegen geltende Vorschriften verstosse. Die Gemeinde wollte sich gegenüber dem «Spiegel» nicht äussern und verwies auf eine angekündigte Pressekonferenz am Dienstagvormittag.
Schweigeminute an Italiens Schulen angekündigt
01.55: An allen italienischen Schulen soll am Mittwoch eine Schweigeminute stattfinden. Bildungsminister Giuseppe Valditara erklärte, damit wolle man der jungen Opfer des Brandes von Crans-Montana gedenken.

In einer Mitteilung sagte er, die Gedanken der gesamten Schulgemeinschaft seien in dieser Zeit grosser Trauer bei den Jugendlichen, die unter tragischen Umständen ihr Leben verloren hätten. Zugleich sprach Valditara den betroffenen Familien sein tiefes Mitgefühl aus und betonte, die Geste stehe für Solidarität und Anteilnahme.
Italiens Präsident reist für Crans-Montana-Gedenktag in die Schweiz
01.11: Italiens Präsident Sergio Mattarella wird voraussichtlich am kommenden Freitag in der Schweiz an einer Gedenkzeremonie für die Opfer des Unglücks von Crans-Montana teilnehmen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur ANSA aus diplomatischen Kreisen.
Bei dem tödlichen Brand in der Bar «Le Constellation» in der Silvesternacht kamen auch sechs italienische Staatsangehörige ums Leben. Am für den kommenden Freitag geplanten Gedenkanlass zu Ehren der Verstorbenen und Verletzten von Crans-Montana wird auch der französische Staatspräsident Emmanuel Macron teilnehmen.
Unbeleuchtet, falscher Pfeil? Neue Details zu Notausgängen werfen Fragen auf
23.50: Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana kommen weitere Details zur Brand-Bar «Le Constellation» ans Licht. Ein von «Focus online» überprüftes Video aus der Todesnacht zeigt, dass der Notausgang nicht beleuchtet gewesen sein soll.
In geschlossenen Räumen ist das laut dem Schweizer Brandschutzportal (Heureka) unzulässig. Den Besuchern könnte damit zwischen Panik und Rauch ein wichtiger Orientierungspunkt zur Flucht gefehlt haben.
Zudem könnte das Rettungszeichen falsch angebracht gewesen sein. Darauf deuten laut dem Bericht Archivbilder hin. Der Pfeil wies nach rechts, korrekt wäre gemäss «Heureka» ein diagonal nach oben gerichteter Pfeil gewesen.
Das Portal erklärt die Bedeutung so: «Aufwärtsgehen nach rechts oben (z. B. bei Etagenwechsel im Verlauf von Treppenräumen/vertikaler Fluchtweg in Untergeschossen)».
Der auf den Fotos gezeigte Pfeil signalisiert dagegen lediglich «nach rechts gehen». Schweizer Versicherungen und Experten hätten sich auf Anfrage nicht dazu äussern wollen, schreibt «Focus online». Auch die Gemeinde habe auf eine Anfrage nicht reagiert.
Opferfamilie will Gemeinde-PK verhindern
21.15: Eine der Opferfamilien will die von der Gemeinde Crans-Montana geplante Pressekonferenz am Dienstag unterbinden. Ihr Anwalt, SVP-Nationalrat Jean-Luc Addor, soll ein solches Verbot bei der zuständigen Staatsanwaltschaft beantragt haben, wie «Le Temps» vermeldet.























