Fasnächtler sprayen nach Crans sogar Deko mit Brandschutz ein
Nach dem Brand von Crans-Montana rüsten sich die Wirte besonders sorgfältig für die Fasnacht. Selbst die Dekoration wird brandsicher gemacht.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Brandkatastrophe von Crans-Montana hat viele Gastronomen zusätzlich sensibilisiert.
- In einem Luzerner Lokal wird deshalb die Deko mit einem Brandblocker-Spray behandelt.
- Man will damit verhindern, dass Elemente an der Decke Feuer fangen könnten.
Enge Gassen, dichtes Gedränge, kaum ein Durchkommen: Ab kommendem Donnerstag übernimmt in Luzern wieder die fünfte Jahreszeit das Kommando.
Während sieben Tagen verwandelt sich die Stadt in eine einzige Bühne. Unzählige Menschen drängen sich auf die Strassen.
Es ist Lozärner Fasnacht – es herrscht Ausnahmezustand. Doch die unbeschwerte Feierlaune steht in diesem Jahr unter einem anderen Vorzeichen.
Die Brandkatastrophe in der Silvesternacht in Crans-Montana VS hat die Bevölkerung massgeblich geprägt und sensibilisiert. Besonders beim Thema Brandschutz wird noch genauer hingeschaut.
«Deko wurde zweimal mit Brandblocker-Spray behandelt»
Im Luzerner Stadtkeller wird nichts dem Zufall überlassen. Wie Alois Keiser, Pächter des Lokals, gegenüber SRF betont, sei eine gute Planung besonders wichtig.
Die Ereignisse von Crans-Montana wirken nach – vor allem dort, wo brennbare Dekoration und Menschenmengen aufeinandertreffen.
Dass Elemente an der Decke Feuer fangen, wie es in der Neujahrsnacht der Fall war, wollen die Verantwortlichen unbedingt verhindern.
Im Stadtkeller hängen bunte Elemente, auf den ersten Blick erinnern sie an zusammengeknülltes Papier.
Sie wurden bewusst höher angebracht. Und: «Unsere Dekoration wurde zweimal mit einem Brandblocker-Spray behandelt», erzählt Keiser.
Entscheidend sei ein durchdachtes Konzept. «Das muss feuerpolizeilich bewilligt sein», sagt der Wirt. Ebenso wichtig sei gut geschultes Personal, sowohl in Notfallkonzepten als auch bei konkreten Brandschutzmassnahmen.
Crans-Montana hat Folgen
Auch zahlreiche andere Gastronomen haben inzwischen Sensibilisierungskurse besucht. Der Respekt vor Situationen wie in jener Nacht, in der Bar «Le Constellation», ist gross.

Die Schulungen zeigen Wirkung. Ausgerüstet mit konkreten Hinweisen überprüfen die Wirte ihre Lokale heute genauer. Insbesondere mit Blick auf entflammbare Gegenstände und Dekorationen.
Die Rückmeldungen fallen positiv aus. Man wolle noch genauer hinschauen, heisst es. Es sei eine gute Auffrischung – und das Bewusstsein sei nachhaltig geschärft worden.

















