Angst

Bargeld und die wachsende Angst vor seiner Abschaffung

Esada Kunic
Esada Kunic

Deutschland,

Gerüchte über ein Verbot von Bargeld verbreiten sich rasant – doch Experten und Behörden widersprechen den Szenarien klar.

Bargeld Geld
Der digitale Euro soll als Ergänzung, kein Ersatz zu Bargeld dienen. - keystone

Digitales Bezahlen wird in Deutschland beliebter – das ist Fakt. Doch immer mehr Bürgerinnen und Bürger fürchten laut der «Deutschen Bundesbank», das Bargeld könnte bald ganz verschwinden.

Populistische Gruppen und Verschwörungsseiten schüren diese Ängste gezielt, berichtet das «ZDFheute». Dabei verdrehen sie häufig Fakten oder malen Schreckensszenarien an die Wand, für die es keine sachlichen Belege gibt.

Bezahlst du oft mit Bargeld?

Ab dem 1. Januar 2027 gilt in der gesamten EU eine Obergrenze von 10'000 Euro pro Barzahlung. Das «ZDFheute» erklärt, dass diese Massnahme vor allem Geldwäsche erschweren soll.

Digitaler Euro: Ergänzung, kein Ersatz

Private Verkäufe zwischen Einzelpersonen sind von der Regelung ausgenommen. An den bestehenden Prüfvorgaben für Banken ändert sich laut «ZDFheute» nichts.

Die Europäische Zentralbank bereitet den digitalen Euro als Ergänzung zu Bargeld und regulären Konten vor. Laut «ZDFheute» soll er auch offline und anonym nutzbar sein – ähnlich wie physisches Geld.

Die Linken-Politikerin Lisa Schubert stellte im «Deutschen Bundestag» klar: «Bargeld muss bleiben.» Eine vollständige Abschaffung wäre laut ihr besonders für Menschen mit geringem Einkommen und ältere Menschen verheerend.

Bundesregierung bekennt sich zum Bargeld

Im aktuellen Koalitionsvertrag hält die Bundesregierung fest, dass jede Person weiterhin selbst entscheiden können soll, wie sie im Alltag bezahlt. Die Bundesregierung schreibt laut «ZDFheute»: «Das Bargeld als gängige Zahlungsform erhalten wir.»

Bargeld
Eine Abschaffung von Bargeld wäre besonders für Ältere und Geringverdiener verheerend. - keystone

Auch rechtlich ist die Abschaffung eng begrenzt. Bargeld ist laut «Bundesbank» im Artikel 128 des EU-Vertrags verankert – kein Mitgliedsstaat kann es eigenmächtig abschaffen.

Eine Umfrage der «Deutschen Bundesbank» zeigt: Im Jahr 2023 wurden noch 51 Prozent aller Zahlungen in Deutschland in bar abgewickelt. Nur 4 Prozent der Befragten wünschen sich eine Abschaffung des Bargelds innerhalb der nächsten 15 Jahre.

Kommentare

User #4167 (nicht angemeldet)

Vo mir us chönner 1000 Duume abbe geh, aber nur mal dass es klar isch: In de Gsetzestext vor Abstimmig vom 8. März stoht niene definiert, dass Gschäfter wie Migros, Coop etc, oder Bundesbetrieb wie d SBB zwunge werdet, nachwievor Bargeld aadsneh und ned nur digital wie Kärtli oder Twint. Für die Lüt wo sich ab Twint etc. störed, änderet sich am 8. März null und nüt, egal was passiert. Es git zur Zit na kei Pflicht für öffentlichi Betrieb, Bargeld aadsneh.

User #4989 (nicht angemeldet)

Die macht hasst bargeld als letzte freiheit fürs volk, man sah es gut beim gemeindepräsident von ilanz, reiner hass auf sein bargeldbürger, die post will keine bargeld schalter mehr, die sbb will keine cashautomaten mehr usw., denke es kommt wie das E-ID ja..

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