Trumps neue Zölle in Kraft getreten

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    USA,

    US-Präsident Donald Trump setzt neue Zölle durch, nachdem der Supreme Court seine bisherigen Massnahmen kippte. Ab Dienstag gelten 10 Prozent weltweit.

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    Der neue Zollsatz von US-Präsident Donald Trump von 10 Prozent ist am Dienstag um 06.01 Uhr mitteleuropäischer Zeit in Kraft getreten. - keystone

    Der Oberste Gerichtshof der USA erklärte am Freitag Trumps bisherige Zollpolitik für unrechtmässig. Die Richter entschieden mit sechs zu drei Stimmen gegen die Berufung auf das Notstandsgesetz IEEPA.

    Trump reagierte umgehend und kündigte neue globale Zölle an, berichtet das «ZDF». Diese sollen sich auf ein Handelsgesetz aus dem Jahr 1974 stützen.

    Wird Trump die Zölle wirklich auf 15 Prozent erhöhen?

    Der neue Zollsatz von 10 Prozent tritt laut dem «SRF» am Dienstag um 06.01 Uhr mitteleuropäischer Zeit in Kraft. Später erhöhte Trump die Ankündigung sogar auf 15 Prozent.

    Milliardenschwere Rückforderungen drohen

    Diese Zölle gelten allerdings nur für maximal 150 Tage ohne Zustimmung des Kongresses. Experten bezweifeln laut «nachrichten.at», ob die rechtlichen Voraussetzungen überhaupt erfüllt sind.

    Nach Berechnungen der University of Pennsylvania könnten Unternehmen rund 175 Milliarden Dollar zurückfordern. Das Urteil des Supreme Courts könnte eine Welle von Klagen auslösen, warnt «t-online».

    Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte Gespräche in Washington an und betonte die europäische Haltung. Zölle schadeten «vor allen Dingen dem Land, das die Zölle erhebt», sagte Merz.

    Deutsche Wirtschaft durch Zölle besonders betroffen

    Deutschland verzeichnete bereits massive Einbrüche im US-Geschäft vor dem Gerichtsurteil. Die Kfz-Exporte sanken um ein gutes Sechstel, berichtet «German-Foreign-Policy».

    Donald Trump Nato
    Donald Trump forderte NATO-Unterstützung in der Strasse von Hormus, doch EU-Partner lehnten eine militärische Beteiligung ab. - keystone

    Deutsche Investitionen in den USA brachen zwischen Februar und November 2025 um 45 Prozent ein. Das Institut der Deutschen Wirtschaft dokumentierte einen deutlichen Rückgang unter dem langfristigen Durchschnitt.

    Die ständigen Änderungen bei Trumps Zollpolitik erschweren Planungen für exportorientierte Firmen erheblich. Wenn Unternehmen nicht planen können, werden Investitionen verschoben, erklärt «t-online».

    Kommentare

    User #5647 (nicht angemeldet)

    Die 15% sind fast wie die 39%. Aber Trump wird das zu spüren zu kommen, mal macht er sich unbeliebt, die Demokraten lauern bereits auf den Präsidentenstuhl. Auch die weltweite und vor allem die schweizerische Wirtschaft beginnt mit Gegenmassnahmen! Gnom X

    User #3317 (nicht angemeldet)

    Mit seiner Zollpolitik schadet Trump auch der eigenen Volkswirtschaft in den USA mehr, als es ihm offenbar bewusst ist. Allein die Tatsache, dass seit kurzer Zeit China auf Platz 1 als Handelspartner für die deutsche Volkswirtschaft aufgestiegen ist, und somit die USA verdrängt werden, zeigt einmal mehr und deutlich, wie schnell sich die Handelsbeziehungen ändern können. Wenn Trump so weitermacht, wird die Wirtschaft der USA in naher Zukunft in den Keller gehen, was dem eigenen Volk grossen Schaden zufügen wird.

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