Coronavirus

    Coronavirus: Vier Schweizer wollen Wuhan nicht verlassen

    Alexandra Aregger
    Alexandra Aregger

    Bern,

    Während Deutsche oder Amis ihre Staatsangehörigen aus dem vom Coronavirus betroffenen Wuhan ausfliegen wollen, bleiben vier Schweizer trotz Warnungen da.

    Coronavirus
    Gesundheitsbeamte kontrollieren am Flughafen von Peking die Körpertemperatur von Reisenden aus der Stadt Wuhan. Dies aufgrund des Coronavirus, - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die USA, Deutschland und Frankreich wollen Staatsbürger aus China evakuieren.
    • Die Schweiz hingegen hat keinen Anlass dazu – vier Schweizer wollen nicht aus Wuhan raus.
    • Vier weitere Schweizer haben das Gebiet bereits verlassen.

    Die Angst vor dem sich rasant ausbreitenden Coronavirus ist gewaltig. In China erlagen schon über 80 Menschen dem neuartigen Virus. Bestätigte Fälle gibt es aber auch in den USA oder in Frankreich – in der Schweiz rüsten sich Spitäler derweil gegen mögliche Fälle.

    Millionen Menschen sind in den betroffenen Gebieten Chinas von der Aussenwelt abgeschnitten. Aus Sorge um ihre Staatsbürger lassen die USA Morgen Dienstag diese aus China ausfliegen. Auch Frankreich und Deutschland planen Evakuierungs-Aktionen.

    Corona-Virus in China
    Mitarbeiter prüfen auf dem Flughafen Peking medizinische Güter, die mit einem Team an medizinischem Personal nach Wuhan transportiert werden sollen. - dpa

    Nicht so die Schweiz, erklärt das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA auf Anfrage von Nau.ch.

    Coronavirus schreckt Schweizer in Wuhan nicht ab

    Die Schweizer Botschaft verzeichne acht Schweizer Staatsangehörige in der betroffenen Provinz Hubei. «Diese leben allesamt in der Stadt Wuhan», erzählt Sprecher Georg Farago.

    Corona-Virus in China
    Ein Mann trägt einen Mundschutz, während er eine Strasse entlang geht. Die vom Corona-Virus befallene chinesische Stadt Wuhan, wurde bereits abgeriegelt und hat die meisten Fahrzeuge in der Innenstadt verboten. - dpa

    «Die Hälfte der angemeldeten Schweizer Staatsangehörigen sind nicht mehr vor Ort», atmet das EDA auf. Doch: «Die Verbliebenen wollen Wuhan nicht verlassen.» Dies trotz Warnungen, steigender Todeszahl und grassierendem Virus.

    Die Botschaft und Generalkonsulate hätten alle registrierten Schweizer kontaktiert. «Sie verfügen zurzeit über keine weiteren Informationen von blockierten Schweizer Staatsangehörigen.» Eine Rückhol-Aktion, wie sie Frankreich oder Deutschland plant, macht derzeit also keinen Sinn.

    Coronavirus
    CNN hat eine Karte zusammen gestellt, wie die Symptome eines Coronavirus erkennt werden können. - Screenshot Twitter

    Jedenfalls vorerst. «Da die chinesischen Behörden ihre Massnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus laufend anpassen, ist in vielen Gebieten Chinas mit Einschränkungen zu rechnen.» Ob das EDA also in naher Zukunft Schweizer aus China herausholen muss, bleibt also abzuwarten.

    China selber zeigte sich irritiert. Es gäbe keinen Anlass dazu, ausländische Staatsangehörige aus China auszufliegen, so das Aussenministerium.

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