Coronavirus

    Coronavirus: Rasante Verdoppelung der Fallzahlen im Tessin

    Keystone-SDA
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    Lugano,

    Nach Weihnachten verdoppelte sich die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Tessin alle zwei Tage. Unter den Betroffenen sind jedoch kaum Senioren.

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    Ein Mitarbeiter führt in einer Corona-Test- und Impfstation einen Corona-Schnelltest durch. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Tessin steigen die Fallzahlen des Coronavirus seit Mitte Dezember stark an.
    • Jetzt zeigt sich jedoch: Unter den positiv Getesteten sind kaum über 60-Jährige.

    Im Tessin zeigt die Kurve der Neuansteckungen mit dem Coronavirus seit Mitte Dezember steil nach oben. In der Weihnachtswoche verdoppelten sich die Fallzahlen alle zwei Tage.

    Die Gruppe der über 60-Jährigen scheint jedoch weniger stark betroffen als in früheren Wellen, wie Kantonsarzt Merlani am Freitag erklärte. Lediglich 10 Prozent der positiv Getesteten seien über 60 Jahre alt, hielt Giorgio Merlani fest.

    Auswirkung von Weihnachtsferien werden sich noch zeigen

    «Rufen wir aber deshalb noch nicht den Sieg aus», mahnte der Kantonsarzt. Erst die kommenden zwei Wochen würden die Auswirkungen der Coronavirus-Variante Omikron wirklich zeigen. Denn im Tessin sind diese Woche noch Weihnachtsferien und zahlreiche Betrieben haben geschlossen.

    Am Mittwoch stiegen die gemeldeten Neuinfektionen innert 24 Stunden im Südkanton erstmals auf über 2000 Fälle. 95 Prozent der positiven Tests seien derzeit der Omikron-Variante zuzuordnen.

    «Eine solch rasche Verbreitung habe ich noch nie gesehen», sagte Merlani. Der Anteil der neuen Variante bei den positiven Tests sei innert Wochenfrist von fünf auf 60 Prozent gesprungen. Am Freitag wurden dem Kanton 1528 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet.

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    Auf die Grippesaison hin wurden im Tessin zwei Covid-19-Test-Checkpoints wiedereröffnet. - sda - KEYSTONE/TI-PRESS/ALESSANDRO CRINARI

    Die Testzentren sowie das Contact-Tracing seien derzeit am Limit, erklärte Merlani weiter. In der ersten Coronaviruswelle wurden nur knapp 500 Tests pro Tag gemacht. Jetzt sind die täglichen Tests in der aktuellen Welle von 1500 auf 4500 gesprungen. Ab Montag würden deshalb Studenten der Fachhochschule Südschweiz (SUPSI) beim Contact-Tracing aushelfen.

    Auch die Hospitalisierungen würden wieder leicht zunehmen – aber glücklicherweise deutlich weniger stark als die Neuinfektionen, resümierte der Kantonsarzt. Am meisten würden Personen über 80 Jahre hospitalisiert, jedoch sei der Grossteil von ihnen ungeimpft.

    Fast nur Ungeimpfte mit Coronavirus auf Intensivstationen

    Auch bei der Statistik zur Intensivpflege zeige sich, dass die Impfung trotz Durchbrüchen helfe: Lediglich zwei der elf Personen, die sich momentan in Intensivpflege befänden, seien geimpft, sagte Merlani. Jedoch gelte es auch hier, vorsichtig zu bleiben und abzuwarten, da sich die Auswirkungen von Omikron erst verzögert zeigten.

    Kantonsapotheker Giovan Maria Zanini rechnete vor, dass Ungeimpfte ein 15 bis 20 mal höheres Risiko hätten, im Spital zu landen. «Hätten wir keine Impfung, wären derzeit in der Schweiz rund fünfmal mehr Menschen in Spitalpflege.»

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