Das sagte der Lokführer noch zur Leitstelle

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Spanien,

Nach dem Zugunglück in Spanien tauchen Aufnahmen des Gesprächs zwischen dem Lokführer und der Leitstelle auf. Die Opferzahl stieg auf 43.

zug
Die Zahl der Todesopfer nach dem Zugunglück in Spanien ist auf 42 gestiegen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Zugunglück in Adamuz sind mindestens 43 Menschen gestorben.
  • Der Lokführer meldete zuerst eine Panne bei der Leitstelle.
  • Anschliessend bat er, den Verkehr zu stoppen.

Die Zahl der Todesopfer des schweren Zugunglücks in Spanien ist nach Angaben der Regionalregierung Andalusiens auf mindestens 43 gestiegen. Jetzt sind Aufnahmen des Gesprächs zwischen dem Lokführer und der Leitstelle in Madrid aufgetaucht.

Bei dem Zusammenstoss von zwei Hochgeschwindigkeitszügen waren am Sonntagabend auch Dutzende Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Neun von ihnen würden noch auf Intensivstationen behandelt, teilte die Regionalregierung weiter auf der Plattform X mit.

zug spanien
Beim Zugunglück in Spanien sind mindestens 43 Menschen gestorben. - keystone

Nun sollen die Aufnahmen eines Telefongesprächs zwischen dem Lokführer und der Zugleitstelle in Madrid Einblicke in die Momente vor und nach der Kollision geben. Sein erster Satz war laut «El País»: «Hallo Leitstelle, hört mal, ich hatte gerade eine Panne in der Nähe von Adamuz.»

Wenig später kontaktierte er die Leitstelle erneut, diesmal deutlich weniger ruhig: «Es gibt eine Entgleisung», er habe Verletzte im Zug. Und: «Ich brauche dringend Hilfe, um den Verkehr auf den Schienen anzuhalten.»

Die Leitstelle reagierte bloss mit: «Ja, ja, ja. Es kommt kein Zug an.»

Das war ein folgenschwerer Irrtum: Nur wenige Sekunden nach der Entgleisung kollidierte ein entgegenkommender Zug mit den entgleisten Wagons.

Anghörige beklagen mangelnde Information

Die Identifizierung der Opfer gestaltete sich schwierig. Die Behörden baten Familien um DNA-Proben, um die Identifikation zu beschleunigen.

Im Fernsehen beklagten Angehörige mangelnde und nur schleppende Informationen über das Schicksal von Vermissten. Die zuständige Justizbehörde in Córdoba teilte mit, bisher seien zehn Todesopfer identifiziert worden. Angaben zur Identität oder Nationalität wurden nicht gemacht.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #2516 (nicht angemeldet)

Überall wo nicht nach Regeln gearbeitet wird passiert das. Und wir in der Schweiz halten uns gerade im Strassenverkehr immer weniger an Regeln (Gesetze)...die Leute kapieren es einfach nicht, dass Regeln Leben retten, Sicherheit und Wohlstand schaffen.

User #2315 (nicht angemeldet)

Und letzte Nacht passierte wieder ein Zugunglück in Spanien, das Land wird momentan von schlimmen Katastrophen heimgesucht.

Weiterlesen

spanien
Trauer in Spanien
a
Zugunglück
6 Interaktionen
Adamuz/Madrid
Kommunikation
8 Interaktionen
Smartphone im Winter

MEHR IN NEWS

Fleisch Zwillinge
8 Interaktionen
Nach Fehlgeburten
4 Interaktionen
5000-Dollar-Marke
china
2 Interaktionen
Neuer Zuwachs
mercosur
2 Interaktionen
Verzögerungen

MEHR AUS SPANIEN

Zug
Heftiger Sturm
zug
Schon wieder
Züge
2 Interaktionen
Madrid