Donald Trump: So lief sein Tag in der Schweiz

Vivian Balsiger
Vivian Balsiger

Prättigau,

Mit Verspätung landete Donald Trump am Mittwochmittag in Zürich. Bei seiner Rede am WEF holte er dann zum Rundumschlag gegen alle aus.

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Der Frust sitzt tief nach der Landung des Präsidenten der USA - Nau.ch/Nico Leuthold

Das Wichtigste in Kürze

  • Planespotter mussten sich wegen technischer Probleme auf die Air Force One gedulden.
  • Am Nachmittag spottete der US-Präsident unter anderem über Karin Keller-Sutter.
  • Bundespräsident Guy Parmelin hat sich am Nachmittag auch mit dem US-Präsidenten getroffen.

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen von Donald Trump. Alle Augen waren auf seinen Besuch in der Schweiz gerichtet – auch wegen seiner Grönland-Forderung.

Dabei startete seine Schweiz-Reise mit Schwierigkeiten: Sein Flugzeug musste kurz nach dem Start wegen technischer Probleme umdrehen.

Hast du Trumps Besuch in der Schweiz eng mitverfolgt?

Das hatte nicht nur zur Folge, dass der US-Präsident mit Verspätung losfliegen konnte. Donald Trump musste auch das Flugzeug wechseln: Statt mit der Boeing 747 nahm er die Reise mit einer Boeing 757 in Angriff.

Währenddessen unterlief Trumps Finanzminister, Scott Bessent, in Davos bei einer Rede ein Fauxpas: Parmelin sei ein fantastischer Vertreter «für die Franzosen».

Planespotter am Flughafen Zürich enttäuscht

Wenig Freude an Trumps Flugzeugwechsel hatten die Planespotter am Flughafen Zürich, die sich bereits am Morgen früh auf den Weg gemacht hatten. Diese gaben an, «scho bitzeli» enttäuscht zu sein, dass er nicht mit dem Jumbo in die Schweiz flog.

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Die Zürcher Polizei kontrolliert Plane-Spotter vor Trumps Ankunft - Nau.ch/Nico Leuthold

Ein Planespotter hatte sogar einen Flug-Funk-Scanner dabei. Dieser wurde von der Polizei kontrolliert, das Gerät durfte er aber behalten.

Funkgerät
Dieses Funkgerät ist den Zürcher Beamten sofort aufgefallen. - Nau.ch / Nico Leuthold

Um 12.36 Uhr war es dann soweit: Donald Trump landete auf dem Flughafen Zürich. Gleich im Anschluss machte er sich auf den Weg nach Davos GR.

Dabei kam nicht das gepanzerte Präsidentenfahrzeug «The Beast» zum Einsatz. Stattdessen reiste der US-Präsident mit dem Helikopter weiter nach Davos.

Hast du Trumps Rede am WEF gehört?

Für die Planespotter war die Landung des US-Flugzeugs «beschi**en», wie Bruno (56) einem Nau.ch-Reporter erklärte. Die Maschine sei recht spät aus dem Nebel gekommen, man habe sie nicht gut erwischt mit der Kamera.

Donald Trump mit Rundumschlag bei einstündiger Rede

Um 14 Uhr landete dann der Trump-Helikopter in Davos. Trotz der Flug-Verspätung konnte Donald Trump seine Rede beinahe rechtzeitig starten.

Um 14.38 Uhr setzte er bei seiner Rede zu einem rund einstündigen Rundumschlag gegen alles Mögliche an. Das Ganze war gespickt von einer mächtigen Portion Selbstlob – wie man es von Trump gewohnt ist.

So sagte der 79-Jährige etwa, Europa sei kaum wiederzuerkennen: «Ich liebe Europa, aber es geht nicht in die richtige Richtung.»

«Wir geben so viel und bekommen so wenig zurück»

Weiter lästerte er bei seiner Rede auch über Dänemark und Grönland: Er habe zwar «grossen Respekt für die Menschen in Grönland und Dänemark». Aber jede Nato-Nation müsse es schaffen, sich zu verteidigen, so der US-Präsident.

Grönland bezeichnete er dabei als «unterentwickeltes Land» und Dänemark als «undankbar». Heute sei es wichtiger denn je, dass Grönland den USA gehöre.

Beinahe im gleichen Atemzug sagte Donald Trump, dass die USA von der Nato sehr unfair behandelt würden. «Wir geben so viel und bekommen so wenig zurück.» Die Nato würde es ohne Trump nicht mehr geben.

Spott für Keller-Sutter

Auch die Schweiz und Karin Keller-Sutter kriegten bei der Rede ihr Fett weg: «Dem Land geht’s nur wegen uns so gut.»

Zu den Zoll-Diskussionen mit Keller-Sutter sagte der Republikaner: «Sie hat immer wieder gesagt, wir sind so ein kleines Land, tun Sie das nicht. Ich habe gesagt, ja aber ein grosses Defizit.»

Karin Keller-Sutter
Trump soll über Keller Sutter gesagt haben: «She’s tough.» - keystone

Als er die Zölle für die Schweiz auf 39 Prozent erhöht habe, «gings richtig zur Sache. Rolex kam zu mir. Dann hab ich gesagt gut, gehen wir noch etwas runter. Jetzt werden die Zölle gezahlt.»

Die Finanzministerin verfolgte die Rede des US-Präsidenten. Auf Anfrage von Nau.ch heisst es aus dem EFD-Generalsekretariat: «Wir gehen davon aus, dass die Bevölkerung in der Schweiz das einzuordnen weiss.»

Auch Bundespräsident Guy Parmelin traf sich am Mittwochnachmittag am WEF in Davos GR mit dem US-Präsidenten, um über die Handelsbeziehungen zu sprechen. Dieses Thema sei Trump wichtig, sagte Parmelin nach dem Treffen.

Karin Keller Sutter war ebenfalls dabei

Beim Treffen waren zudem aus Bern Finanzministerin Karin Keller-Sutter und Aussenminister Ignazio Cassis sowie aus Washington Aussenminister Marco Rubio und Finanzminister Scott Bessent dabei. Die Delegationen sassen rund 15 Minuten im Kongresszentrum des Weltwirtschaftsforums (WEF) zusammen.

Zu Trumps kritischen Äusserungen über Karin Keller-Sutter wollte Parmelin gegenüber den Medien keine detaillierte Auskunft geben. An einer Stelle des Gesprächs habe Trump jedoch über sie gesagt: «She’s tough.»

Kommentare

User #2036 (nicht angemeldet)

Die SP sorgt für verbogene Tische in Zürich. Brennende Restaurants in Bern. Da sollte Trump mal aufräumen.

User #6366 (nicht angemeldet)

wieso muss man für so ein Kasper so will Geld ausgeben das Geld kann man für die bedürftigen von mehr als 9 Millionen Franken an Menschen aus geben die wirklich nichts haben

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