Guy Parmelin spricht nach Trumps Rede am WEF
Nach der Rede von US-Präsident Donald Trump am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos nimmt Bundesrat Guy Parmelin Stellung.

Das Wichtigste in Kürze
- US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch eine Rede am WEF in Davos gehalten.
- In der Rede hat Trump die Schweiz und Karin Keller Sutter stark kritisiert.
- Bundesrat Guy Parmelin hat sich vor den Medien zu Trumps Rede geäussert.
Um 17.30 Uhr trat Bundespräsident Guy Parmelin in Davos vor die Medien und zog Bilanz zum WEF-Tag. Dabei äussert er sich auch zur heutigen Rede von US-Präsident Donald Trump.
Der Bundespräsident hat am Mittwochnachmittag am WEF in Davos GR mit seinem US-Amtskollegen Donald Trump über die Handelsbeziehungen gesprochen. Das Thema sei Trump wichtig, sagte Parmelin nach dem Treffen.
«Ohne den US-Präsidenten ist Davos nicht Davos», sagte der Bundespräsident nach seinem Treffen mit Trump. Der US-Präsident habe auf das Handelsdefizit der USA mit der Schweiz von rund 40 Milliarden US-Dollar hingewiesen. Parmelin habe ihn darauf hingewiesen, dass gemäss den neusten Zahlen das Defizit nun bei 8,8 Milliarden US-Dollar zugunsten der USA liege.

Beim Treffen waren zudem aus Bern Finanzministerin Karin Keller-Sutter und Aussenminister Ignazio Cassis sowie aus Washington Aussenminister Marco Rubio und Finanzminister Scott Bessent dabei. Zu Parmelins Überraschung waren auch US-Handelsminister Howard Lutnick und der Handelsbeauftragte Jamieson Greer anwesend. Die Delegationen sassen rund 15 Minuten im Kongresszentrum des Weltwirtschaftsforums (WEF) zusammen.
Über Trumps Äusserungen zu Karin Keller-Sutter wollte Parmelin keine detaillierte Auskunft geben. An einer Stelle des Gesprächs habe Trump jedoch über Karin Keller-Sutter gesagt: «She’s tough.»
Trump schiesst in Rede gegen Keller Sutter
In seiner Rede ging der US-Präsident auch mit der Schweiz und Karin Keller-Sutter hart ins Gericht. Über die Schweiz sagte Trump beispielsweise: «Dem Land geht’s nur wegen uns so gut.»
Und weiter: «Ich weiss nicht, ob es einen Präsidenten gibt. Eine Premierministerin.» Gemeint war Karin Keller-Sutter. «Sie hat immer wieder gesagt, wir sind so ein kleines Land, bitte tun Sie das nicht.» Damit meinte sie, die 30 Prozent Zölle.
Finanzministerin Karin Keller-Sutter hat die Rede des US-Präsidenten ebenfalls verfolgt. Auf Anfrage von Nau.ch heisst es aus dem EFD-Generalsekretariat: «Wir gehen davon aus, dass die Bevölkerung in der Schweiz das einzuordnen weiss.»
Baldiger Start der Verhandlungen
Bald werde mit Greer eine Sitzung stattfinden, um die Modalitäten der kommenden Verhandlungen festzuhalten. Dabei gehe es unter anderem um den Ort sowie die Regelmässigkeit der Gespräche, erklärte der Vorsteher des Wirtschaftsdepartements.
Das angestrebte Abkommen soll den Zollstreit zwischen Bern und Washington beilegen. Die USA erhoben vergangenes Jahr zunächst einen Zollsatz von bis zu 39 Prozent auf Schweizer Güter. Nach mehrmonatigen Gesprächen konnte dieser Zollsatz im November auf 15 Prozent reduziert werden. Nun soll bis am 31. März die Vereinbarung in einem rechtlich bindenden Abkommen festgehalten werden.










