Mercosur

EuGH-Prüfung bremst Mercosur

Sandra Neumann
Sandra Neumann

Frankreich,

Das Europaparlament lässt das Abkomnen zu Mercosur juristisch prüfen. Der deutsche Kanzler Friedrich Merz warnt vor weiteren Verzögerungen im Verfahren.

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Die Abgeordneten lassen Mercosur und das Abkommen vom EuGH prüfen. - keytone

Das Europäische Parlament hat entschieden, den Europäischen Gerichtshof anzurufen. Wie «Deutschlandfunk» berichtet, soll ein Gutachten klären, ob das Mercosur-Abkommen mit EU-Recht vereinbar ist.

Die Abstimmung in Strassburg fiel knapp aus und zeigt die Spaltung im Parlament. Laut «SRF» stimmten 334 Abgeordnete dafür, 324 dagegen, 11 enthielten sich.

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz kritisierte den Schritt und forderte mehr Tempo. Nach Darstellung von «Deutschlandfunk» nannte Merz die Entscheidung bedauerlich und drang auf eine vorläufige Anwendung.

Was das Abkommen zu Mercosur regeln soll

Mercosur steht für einen Staatenbund in Südamerika mit Brasilien und Argentinien. Wie «ORF» erklärt, gehören auch Paraguay und Uruguay zu den vier Partnerländern des Abkommens.

Soll das Mercosur-Abkommen trotz EuGH-Prüfung weiter vorangetrieben werden?

Die Einigung soll Handelshürden senken und den Austausch zwischen beiden Regionen ausbauen. «SRF» betont, dass damit eine Freihandelszone mit über 700 Millionen Menschen möglich wäre.

Das Projekt ist seit Jahren politisch umkämpft und immer wieder blockiert worden. Laut «ORF» könnte allein das Warten auf ein EuGH-Gutachten den Ratifizierungsprozess erheblich verzögern.

Warum der Streit jetzt wieder eskaliert

Mit dem EuGH-Schritt gewinnt der Konflikt eine juristische Dimension. «Deutschlandfunk» hebt hervor, dass sich die Ratifizierung dadurch um Monate oder sogar Jahre verschieben könnte.

Bauern Strasburg Mercosur
Bauern protestieren gegen Deal zu Mercosur. (Archivbild) - keystone

Zugleich bleibt der politische Druck hoch, weil Wirtschaftsinteressen und Landwirtschaft in Europa kollidieren. «SRF» verweist darauf, dass die Debatte auch Umweltstandards und Marktfolgen umfasst.

Im Parlament gilt das Votum als Signal, dass die Auseinandersetzung weitergeht. «ORF» schreibt, die Präsidentin des Europaparlaments solle den EuGH offiziell um ein Rechtsgutachten bitten.

Kommentare

User #5444 (nicht angemeldet)

Dank der Bürokratie wird es nie vorwärts gehen….NIE! Das fangt schon bei Baubewilligungen etc. in kleinen Gemeinden an. Der Beamtenapparat wird immer grösser und immer mehr inkompetente Menschen werden Beamte, haben von Trading, Architektur, Energie etc. keine auszuweisende Fachkompetenz (die meisten jedenfalls) aber entscheiden! Wenn man mit Menschen spricht, von Bankier bis Coiffeur, haben die Leute die Nase schlicht und einfach voll! Die einten bereichern sich und haben ein gutes Jöbli, während die andern die Maden im Speckmantel unterhalten.

User #2680 (nicht angemeldet)

Die sind selten blöd🤣 jetzt verhandeln sie 25 Jahre, nun hätten sie ein Vertrag und nun legen sie ein Jahr Pause ein. Hätten diese Frage denn nicht indem letzten 25 Jahren behandelt werden können? Sowie zur Koordination innerhalb der EU. Wirkliche sehr unprofessionell.

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