Coronavirus: Genfer Uni-Spital setzt infiziertes Personal ein

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

    Genève,

    Wegen Personalmangels arbeitet im Unispital Genf Personal, dass mit Corona infiziert ist. Nach der Arbeit geht es aber sofort wieder zurück in die Isolation.

    Corona
    Im Unispital Genf arbeiten auch Corona-positive Mitarbeitende – unter gewissen Bedingungen. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Kanton Genf erlaubt infiziertem Spitalpersonal, arbeiten zu gehen.
    • Es muss aber symptomfrei sein, FFP2-Maske tragen und alleine essen.
    • Andere Universitätsspitäler kommen noch ohne diese Massnahme durch.

    Die Omikron-Variante des Coronavirus führt in der Schweiz zu rekordhohen Infektionszahlen. Dadurch befinden sich auch tausende Menschen – aktuell rund 200'000 – in Quarantäne und Isolation und fehlen damit am Arbeitsplatz. Der Bundesrat hat, um Engpässe zu vermeiden, bereits eine Verkürzung beschlossen. Doch diese reicht nicht aus.

    Wie die «Aargauer Zeitung» berichtet, hat das Universitätsspital Genf deshalb weitere Massnahmen ergriffen: In Absprache mit der Kantonsärztin dürfen gewisse Mitarbeitende trotz Isolations-Verordnung zur Arbeit gehen. Laut einem Spital-Sprecher sind rund hundert Anträge bewilligt worden.

    Unispital genf
    Am Universitätsspital Genf infizieren sich im Schnitt 65 Angestellte pro Tag mit dem Coronavirus. - Keystone

    Die Mitarbeitenden könne deshalb unter gewissen Bedingungen trotz Infektion mit Corona arbeiten: Sie dürfen keine Symptome zeigen und nicht mit dem ÖV ins Spital kommen. Bei der Arbeit müssen sie dann eine FFP2-Maske tragen und alleine essen. Nach der Arbeit müssen sie sich aber sofort wieder in Isolation begeben.

    In anderen Spitäler ist die Personallage wegen der schnellen Verbreitung des Coronavirus ebenfalls angespannt. Die Universitätsspitäler Bern und Zürich können Engpässe aber durch Personalverschiebungen auffangen. Wie sie der «Aargauer Zeitung» mitteilten, müssten positiv getestete Mitarbeitende nicht arbeiten – bislang.

    Die Option bestehe aber. Es sei möglich, entsprechende Anträge an die Kantonsärzte zu stellen, die dann individuell geprüft würden. Dies sei aber das aller letzte Mittel. Das Unispital Bern versicherte, dass es nur bei einem Versorgungsnotstand und nach Ausschöpfung aller anderer Mittel in Frage käme.

    Spital-Mitarbeitende dürfen Corona-positiv arbeiten – eine richtige Entscheidung?

    Der Kanton Genf verzeichnet aktuell die zweithöchste Inzidenz. Und auch im Unispital infizieren sich laut dem Sprecher im Schnitt jeden Tag 65 der 12'600 Mitarbeitenden. Die Verkürzung der Isolation bringe aber bereits eine gewisse Entspannung der Situation.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Spitäler
    121 Interaktionen
    Personalmangel
    Coronavirus Bundesrat
    778 Interaktionen
    Isolation verkürzt
    Das Unispital in Genf.
    29 Interaktionen
    Ab Mittwoch

    MEHR IN NEWS

    Geschäft
    Ein Drittel mehr
    auto
    14 Interaktionen
    Nachfrage steigt
    Christa Pike (50)
    Hinrichtungs-Panne

    MEHR CORONAVIRUS

    x
    34 Interaktionen
    Covid-Impfung
    Sportler
    40 Interaktionen
    Xhaka-Hammer
    Impfung Covid
    50 Interaktionen
    Covid-19
    Luftfahrt
    9 Interaktionen
    Passagierzahlen

    MEHR AUS GENèVE

    6 Interaktionen
    Genf
    5 Interaktionen
    Genf
    pierre maudet
    2 Interaktionen
    GDK-Maudet