Appenzellerland

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Unterbruch der Säntisbahn

Keystone-SDA Regional
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Herisau,

Die Säntisbahn wird ab Mai 2026 komplett erneuert. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum halbjährigen Unterbruch des Bahnbetriebs:

Seilbahn auf den Säntis
Die Seilbahn auf den Säntis wird im Jahr 2026 komplett erneuert. (Archivbild) - keystone

WAS PLANT DIE SÄNTISBAHN?

Die bestehende Bahnanlage wird vollumfänglich ersetzt. Erhalten bleiben lediglich Tal- und Bergstation. Mit neuer Technik versprechen die Betreiber nicht nur einen besseren Komfort für die Gäste, auch soll die neue Seilbahn eine bessere Windstabilität aufweisen. Sie kommt mit nur noch einem statt bisher zwei Masten aus. Dadurch wird ein aufwändiger Lawinenschutz beim unteren Masten überflüssig, welcher nach der Aufarbeitung eines Lawinenniedergangs 2019 als Massnahme festgehalten wurde.

WELCHE KOSTEN FALLEN AN?

Für die Totalsanierung der Bahn rechnen die Verantwortlichen mit Kosten von 22,7 Millionen Franken. Aufgrund von Einnahmeausfällen während des nötigen Betriebsunterbruchs budgetierte das Unternehmen gemäss Jakob Gülünay, Geschäftsführer der Säntisbahn, einen Millionenverlust. Die genaue Zahl kommuniziert das Unternehmen nicht.

WIE LANGE DAUERT DER BETRIEBSUNTERBRUCH?

Die Bauarbeiten starten im Frühjahr 2025. Vorerst wird der Bahnbetrieb nicht beeinträchtigt. Ab Mai 2026 muss dieser aber für rund ein halbes Jahr unterbrochen werden. Während dieser Zeit bleibt auch die Bergstation mit seinen Betrieben auf dem Ostschweizer Hausberg für die Gäste geschlossen. Davon betroffen ist insbesondere das Gipfelrestaurant. Im Spätherbst 2026 soll die neue Bahn in Betrieb genommen werden.

WAS GESCHIEHT MIT DEN MITARBEITENDEN WÄHREND DES BETRIEBSUNTERBRUCHS?

Betroffen sind rund 60 Personen, hauptsächlich aus dem Gastrobereich auf dem Gipfel. Sie werden gemäss Gülünay anderweitig im Unternehmen eingesetzt, oder an externe Betriebe verliehen. Für die Gastro und die Hotellerie auf der Schwägalp und der Passhöhe erwartet das Unternehmen während des mehrmonatigen Stillstands der Seilbahn nur einen moderaten Rückgang an Gästen.

WAS ÄNDERT SICH MIT DER NEUEN BAHN FÜR DIE PASSAGIERE?

Die zwei neuen Seilbahnkabinen werden etwas grösser sein, aber wie schon zuvor bis zu 85 Passagiere befördern können. Die Dauer der zweieinhalb Kilometer langen Fahrt von der Schwägalp auf den Säntisgipfel bleibt mit zirka acht Minuten gleich. Auch können Berggänger und Skifahrer am Standort des heutigen zweiten Masten, welcher durch eine deutlich grössere Seilbahnstütze ersetzt wird, weiterhin Ein- und Aussteigen.

WIRD DIE RIESIGE SCHWEIZERFAHNE AM 1. AUGUST 2026 AN DER FELSWAND HÄNGEN?

Für den Transport der Fahne in die Felswand nutzen Höhenarbeiter jeweils die Schwebebahn. Bei der Vorstellung des Bauprojekts informierten die Verantwortlichen der Säntisbahn, dass die Fahne im Jahr 2026 nicht aufgehängt werden kann. Bereits 2025 verunmöglichte schlechtes Wetter ein Aufhängen der Fahne. Sie wurde stattdessen an einem Hang auf der Schwägalp ausgerollt.

WANN WURDE DIE SÄNTISBAHN GEGRÜNDET?

Erstmals beförderte die Säntis-Schwebebahn im Jahr 1935 Passagiere auf den Ostschweizer Hausberg auf 2502 Meter über Meer. 1974 wurden die Anlagen letztmals komplett erneuert. Aktuell befördert sie jährlich rund 370'000 Fahrgäste.

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