Sprachinstitut präsentiert neue Wörter rund um die Corona-Pandemie

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    Sprache entwickelt sich. In diesem Jahr wurden viele Wörter auf Corona-Bedeutungen umgemünzt. Aktuell werden 2000 Wörter für das Neologismuswörterbuch geprüft.

    ARCHIV - ILLUSTRATION - Menschen stehen vor einer neu eingerichteten Impfstation des Klinikum Stuttgart in der Innenstadt in einer Schlange. Impfneid und Impfdrängler gehören zu den neuen Wörtern im Deutschen, die das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache am Montag in Mannheim vorstellt. Foto: Marijan Murat/dpa
    ARCHIV - ILLUSTRATION - Menschen stehen vor einer neu eingerichteten Impfstation des Klinikum Stuttgart in der Innenstadt in einer Schlange. Impfneid und Impfdrängler gehören zu den neuen Wörtern im Deutschen, die das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache am Montag in Mannheim vorstellt. Foto: Marijan Murat/dpa - sda - Keystone/dpa/Marijan Murat

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Jahr 2021 wurden viele Wörter umgemünzt, auch für die Corona-Pandemie.
    • 2000 sogenannte Neologismen werden für die Aufnahme ins Wörterbuch geprüft.
    • Wenn Wörter nicht mehr gebraucht werden, verschwinden sie daraus.

    Das Jahr 2021 hat sprachlich gesehen im Zeichen der Corona-Pandemie gestanden.

    Das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) stellte am Montag neue Wörter rund um Corona vor. Die könnten in sein Neologismenwörterbuch einziehen, wenn sie weiterhin im Sprachgebrauch sind.

    Neologismen sind bereits bestehende Wörter, die in einem anderen Kontext umgedeutet werden, Wortschöpfungen oder Anglizismen, die häufig genutzt werden.

    «Zweitimpfling» und «Omikron» bald im Wörterbuch?

    Rund 2000 Beiträge haben die IDS-Experten von «Abflachen der Kurve» bis zum «Zweitimpfling» im Bereich der Pandemie bereits zusammengestellt. Letzterer ist «eine Person, die sich durch wiederholte Vakzination gegen einen bestimmten Erreger vollständig immunisieren lässt». Ein Abflachen der Kurve wünscht man sich bei steigenden Corona-Infektionszahlen. Gute Aussichten, rasch in das Wörterbuch einzuziehen, hat die neue Corona-Variante Omikron.

    Auch aktuelle Trends, etwa bei Ernährung und Mode, bestimmen den Zugang neuer Wörter: Wer sich «rohvegan» ernährt, isst nur nicht erhitzte Nahrungsmittel und verzichtet auf tierische Produkte. Zur etwa bei Schauspieler Brad Pitt beliebten Haarmode gehört der «Männerdutt», der aus längeren Haaren lässig am Hinterkopf befestigt wird.

    Auch zentrale gesellschaftliche Debatten zum Beispiel um die künftige Mobilität und technische Innovationen hinterlassen Spuren in unserem Wortschatz. Nach diesen suchen die Wissenschaftler in umfangreichen Textsammlungen. Sind die Wörter im allgemeinen Sprachgebrauch angekommen, werden sie in die Sammlung des IDS aufgenommen.

    Sie verschwinden aber daraus auch wieder, wenn sie nicht mehr benutzt werden. Die Mannheimer Linguistin Annette Klosa-Kückelhaus betont: «Ich fände es super, wenn wir mal Corona-Begriffe verlieren würden».

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